Löw: «Der Akku war leer»

Im Juli 2014 erlebte Joachim Löw mit dem Gewinn des WM-Titels den grössten Erfolg seiner Trainer-Karriere. Im Interview mit der «Welt am Sonntag» verriet der 55-Jährige, dass er danach völlig ausgebrannt und antriebslos war.

Joachim Löw hatte nach dem WM-Titel mit grossen Motivationsproblemen zu kämpfen.

Bildlegende: Machte schwierige Monate durch Joachim Löw hatte nach dem WM-Titel mit grossen Motivationsproblemen zu kämpfen. Imago

Der 1:0-Finalsieg gegen Argentinien im Maracana von Rio de Janeiro machte ihn im Juli 2014 perfekt: den langersehnten 4. WM-Titel für Deutschland. Trainer Joachim Löw hatte sein grosses Ziel erfüllt und die nächste «goldene» Generation Deutschlands zum wichtigsten Triumph im Fussball geführt.

«  Ich war emotional völlig ausgelaugt »

Joachim Löw

Der grosse Coup brachte für Weltmeister-Trainer Löw aber auch Schattenseiten mit, wie er im Interview mit der Welt am Sonntag verriet. «Ich hatte keine Kraft, um ausgelassen zu feiern. Ich war emotional völlig ausgelaugt vom Turnier», so der 55-Jährige.

Diese Ausgebranntheit habe sich bis in den Oktober hineingezogen. «Kraft und Motivation waren vorher einfach weg. Der Akku war leer», gab Löw zu. In den ersten Länderspielen nach der WM sei es extrem schwierig gewesen, wieder neuen Antrieb zu finden. Irgendwann habe er aber gemerkt: «Okay, das zu bestätigen, was wir in Brasilien erreicht haben und sich noch weiter zu verbessern, darin liegt der Reiz.»

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Deutschland feiert vierten WM-Titel

1:51 min, aus Tagesschau am Mittag vom 14.7.2014