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Fussball allgemein Wohlwollende und kritische Reaktionen zum FIFA-Bericht

Dass die Vergabe der WM 2018 und 2022 gemäss dem Bericht der FIFA-Ethikkommission ohne Korruption erfolgt sein soll, wird von den involvierten Verbänden Russland und Katar wohlwollend kommentiert. Kritisch wird das 42-seitige Papier in Deutschland und England beurteilt.

Vertreter der Delegationen von Katar und Russland bei der WM-Vergabe am 2. Dezember 2010 in Zürich.
Legende: Fühlen sich bestätigt Vertreter der Delegationen von Katar und Russland bei der WM-Vergabe am 2. Dezember 2010 in Zürich. Keystone

Der Bericht der FIFA-Ethikkommission löste ein grosses mediales Echo aus, überrascht zeigte sich allerdings niemand. Die Reaktionen der internationalen Zeitungen fielen entsprechend gemässigt aus. Die «FIFA spricht sich selbst frei», titelte die Frankfurter Allgemeine und wählte mit dieser Schlagzeile noch die mutigsten Worte. Im sozialen Netzwerk Twitter übten private User hingegen harsche Kritik am Weltfussballverband. Der Hashtag #FIFA lag zwischenzeitlich auf Rang 2 der Trending Topics.

Kritik aus Deutschland

Kritische Voten wurden insbesondere in Deutschland laut. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sieht trotz des positiven Abschlussberichts der FIFA-Ethikkommission zur Vergabe der WM 2022 an Katar längst nicht alle Probleme um das Turnier in 8 Jahren gelöst. «Unabhängig von diesem Bericht bleiben die offenen Fragen zum Klima, der Terminierung und den Arbeitsbedingungen in Katar», liess sich das Oberhaupt des deutschen Fussball- Verbandes zitieren.

Liga-Präsident Reinhard Rauball gab zu bedenken, dass «der FIFA bei der Aufklärung keine staatsanwaltlichen Aufklärungsmittel wie Durchsuchungen, Abhörmassnahmen oder Beschlagnahmungen zur Verfügung stehen».

England wehrt sich gegen Anschuldigungen

In England stand der Angriff auf den nationalen Fussball-Verband FA im Fokus der Berichterstattung. Den Vorwurf, man habe bei der Kandidatur zur WM 2018 die Stimme des ehemaligen FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner aus Trinidad & Tobago zu erkaufen versucht, liess man nicht auf sich sitzen. «Wir akzeptieren keinerlei Kritik an der Integrität von Englands Bewerbung oder an den daran beteiligten Personen», betonte die FA in einer Stellungnahme.

Fussball-Journalist und Chefkritiker Gary Lineker, WM-Torschützenkönig 1986, teilte seine Meinung wie üblich unverblümt via Twitter mit: «Wenn ich für den Fussball einen Wunsch frei hätte, wäre es, dass die FIFA aufgelöst und von einem transparenten Dachverband ersetzt würde, der den Sport an die erste Stelle rückt.»

Katar und Russland zufrieden

Die Organisatoren der nächsten beiden Endrunden äusserten sich verständlicherweise positiv zur Vorlage des Berichts. «Wir haben die Stellungnahme des Vorsitzenden der rechtsprechenden Kammer erhalten und wollen diese erst gewissenhaft prüfen, ehe wir sie kommentieren», hiess es in einer ersten Reaktion aus Doha. «Wie schon in der Vergangenheit betont, haben wir voll mit der Ethikkommission kooperiert und glauben weiterhin daran, dass eine faire Bewertung die Rechtschaffenheit und Qualität unserer Bewerbung demonstrieren wird.»

Der russische Sportminister Witali Mutko gab sich im Hinblick auf die Austragung der WM 2018 etwas weniger vorsichtig. «Ich wusste, dass es so sein würde. Unsere Bewerbungskampagne war absolut sauber», sagte Mutko in Moskau. «Ich bin froh, dass ein Schlussstrich unter diese Geschichte gezogen wurde.»

Sendebezug: SRF 1, Tagesschau am Mittag, 13.11.14 12:45 Uhr

Legende: Video Von Korruptionsvorwürfen freigesprochen abspielen. Laufzeit 1:48 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 13.11.2014.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Alberto Da Vinci, Pratteln
    Wurde die WM 2018/22 mit Fairplay vergeben. Die Fussballverbände könnten sich wehren aus Angst machen sie nichts zu mächtig und korrupt ist die Fifa. Der Italienische Verband hat 2002 als einziger europäischer Verband nicht für Blatter gestimmt. Was ist danach passiert Italien wurde für dieses vergehen von der Fifa bestraft. Schiedsrichter Moreno im Spiel gegen Süd Korea. 2006 als Italien Weltmeister wurde hat Blatter Italien nicht einmal gratuliert. ,, Das nennt man bei der Fifa Fairplay"
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  • Kommentar von Vincent Ullmann, 1700 Fribourg
    eine Schande für das ganze Land, dass ein Schweizer bei diesem Mafia Club mitmischelt. Zu den ganzen Banken und Steuergeschichten wirklich das Tüpfchen auf dem I betr Reputation. Und zudem das Schlimmste, was dem Fussball und dem Sport i allg zustossen konnte bisher.
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  • Kommentar von Ursus von Hertenstein, Oberwichtrach
    Der Pate aus dem Oberwallis richtet "es" schon! Hopp Seppi ...!
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