«Clásico» als «zusätzliche Motivation» für Ronaldo

Seit 22 Spielen hatte Barcelona zuhause nicht mehr verloren - bis Cristiano Ronaldo die höchste Niederlage der Katalanen gegen Erzrivale Real seit fast 5 Jahren einläutete. Während die Madrilenen nun auf einen Trendwende hoffen, will man sich bei Barça im «Clásico» am Samstag rehabilitieren.

Cristiano Ronaldo traf in den letzten 6 Spielen im Camp Nou immer mindestens 1 Mal.

Bildlegende: Treffsicher Cristiano Ronaldo traf in den letzten 6 Spielen im Camp Nou immer mindestens 1 Mal. EQ Images

Das Halbfinal-Rückspiel war eine reale Demütigung für Barcelona: Seit 22 Spielen hatten die Katalanen im Camp Nou nicht mehr verloren. Wie bei der letzten Heimniederlage am 21. April 2012 hiess der Bezwinger am Dienstag beim 1:3 Real Madrid. Und wie damals besiegelte Reals Cristiano Ronaldo mit seinen 2 Treffern die 1:3-Niederlage Barças. Damit traf der Portugiese bei den letzten 6 Spielen im Camp Nou mindestens einmal.

Casillas: «Ronaldo ist unverzichtbar»

«Wir spielten ein grossartiges Spiel», frohlockte Ronaldo nach dem Einzug in den Final der Copa del Rey. Überhaupt habe Madrid bei den letzten Besuchen in Barcelona gut gespielt, befand er.  «Gegen Barça zu spielen gibt uns zusätzliche Motivation.»

«Ronaldo ist unsere Referenz. Er ist unverzichtbar», lobte Real-Keeper Iker Casillas, der wegen eines Handbruchs nicht spielen konnte. «Er hat einen grossartigen Lauf und wir müssen versuchen, das meiste herauszuholen», so der spanische Internationale, der nun auf eine «Trendwende» hofft. Denn bereits am Samstag empfangen die «Königlichen» in der Meisterschaft Barça zum nächsten «Clásico».

Die Aussichten in der Liga sind für Titelverteidiger Real alles andere als rosig, weist man doch 16 Zähler Rückstand auf Barcelona auf. Dort ist aber ein wenig der Wurm drin: Seit Mitte Januar stehen die Katalanen, die in Abwesenheit des kranken Trainers Tito Vilanova von Assistent Jordi Roura gecoacht wurden, bei 5 Siegen, 3 Unentschieden und 3 Niederlagen.

Revanche bereits am Samstag?

Dabei dürfte das 1:3 gegen Real – die höchste Niederlage gegen den Erzrivalen seit dem 1:4 im Mai 2008 – mit am schmerzhaftesten gewesen sein. «Diese Niederlage ist schwierig zu akzeptieren, aber wir müssen uns schnell wieder aufrichten», so Barcelonas Cesc Fabregas. «Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und uns daran erinnern, dass wir noch immer im Rennen um 2 Titel sind.» Den nächsten Schritt Richtung Meistertitel können die Katalanen am Samstag in Madrid machen.