Der Joker macht's: Chelsea ist englischer Meister

Mit einem Last-Minute-Treffer des eingewechselten Michy Batshuayi gewinnen die Londoner bei West Bromwich Albion mit 1:0 und stehen damit frühzeitig als Meister fest.

Michy Batshuayi

Bildlegende: Die Entscheidung Joker Michy Batshuayi grätscht den Ball ins Tor. Getty Images

Von diesen zwei Spielminuten werden die Chelsea-Anhänger wohl noch ihren Enkeln erzählen:

  • 76. Minute: Trainer Antonio Conte will seine bemühte, aber bislang erfolglose Offensive ankurbeln und wechselt Michy Batshuayi für Pedro ein. Der Belgier drückte in den letzten 12 Premier-League-Spielen 10 Mal die Bank.
  • 82. Minute: César Azpilicueta bringt einen eigentlich verpatzten Angriffsball schlitternd zur Mitte. Da steht ausgerechnet Batshuayi und schiesst Chelsea zum Meistertitel. Mit seinem zweiten Saisontor.

Der Sieg hatte sich angekündigt. In einer gefühlt endlosen Sturm-und-Drang-Phase waren die Londoner angerannt – und ein ums andere Mal gescheitert. Der Wille war da, die Effizienz fehlte. Dabei muss aber auch der tapfer aufspielenden Albion-Offensive ein Kränzchen gewunden werden.

Damit distanzieren die «Blues» den ersten Verfolger Tottenham auf unaufholbare 10 Punkte und holen sich den 6. Meistertitel ihrer Klubgeschichte. Conte ist bereits der vierte italienische Meistertrainer in der Premier League. Sein Einfluss war immens – was sich nicht zuletzt in den Jubelgesängen der Spieler nach der Partie widerspiegelte: «Campione, Campione, olé, olé, olé!»

Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 12.05.17, 22:00 Uhr