Zum Inhalt springen

Internationale Ligen Der nette Ricardo Rodriguez ist ein Wolf im Schafspelz

Ricardo Rodriguez ist ein eher zurückhaltender Zeitgenosse, aber auf dem Platz ein eiskalter Killer. Der Schweizer Nati-Verteidiger schoss Wolfsburg in 4 Tagen 2 Mal zum Sieg. Nur sein Coach zeigt sich unbeeindruckt.

Ricardo Rodriguez
Legende: Kommt mit seiner ruhigen Art an Ricardo Rodriguez. Keystone

Ricardo Rodriguez ist die Ruhe selbst. Vielleicht liegen ihm deshalb die Standards so gut. Das Penalty-Tor zum 1:0-Sieg im Viertelfinal des DFB-Pokals gegen Freiburg war bereits der 10. Treffer des Aussenverteidigers in dieser Saison.

Heckings trockener Spruch

«Was soll ich daran bewundern? Er wird doch gut bezahlt, da kann er doch mal einen Elfmeter verwandeln», sagte sein Coach Dieter Hecking nach der Partie. «Es war sein Nationalmannschaftskollege, das ist nicht so einfach», meinte Geschäftsführer Klaus Allofs hingegen anerkennend.

Rodriguez, bekanntlich kein Mann der grossen Worte, erklärte: «Meistens schaue ich auf den Torhüter, dieses Mal nicht.» Diesen kannte er ja auch bereits bestens. Roman Bürki warf sich zwar in die richtige Ecke. Doch zu platziert war Rodriguez' Schuss. «Er hätte ihn fast gehabt - aber nur fast», sagte der Schütze lachend. Wenn man scharf schiesse, sei der Ball eben nicht zu halten, erklärte Rodriguez.

Rodriguez gefährlichster Verteidiger in Deutschland

Seine Bilanz lässt sich sehen: 5 Elfmetertreffer, 3 direkt verwandelte Freistösse und 2 Tore aus dem Spiel heraus machen ihn zum gefährlichsten Verteidiger in der Bundesliga. «Rodriguez, der Torjäger!», titelt das Fachmagazin kicker. «Wenn es die Leute sagen, ist es schön zu hören, aber ich bin eigentlich hier zum Verteidigen», sagt der 22-Jährige. Mit dem Spitznamen «Wolf im Schafspelz» könnte er wohl auch gut leben.

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 08.04.15, 07:30 Uhr

7 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Das beste an solchen Storys sind die Sprüche von Trainern die noch alle Tassen im Schrank haben und diesen Irrsinn, der um gewisse Spieler betrieben wird, nicht mitmachen: Bravo Hecking. Gilt übrigens auch für den Favre bei den "Mönchen". Dass ich den Rodriguez x-mal besser finde als z.B. den Shaq habe ich bereits mehrmals geschrieben. Seine Reaktion auf den jüngsten Schweizer pseudo Medien Hype zeigt, dass er das ähnlich sieht wie sein Trainer: Kein Diva Theater, möge es so bleiben! .
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christian Hofstetter, Zürich
    Es ist nicht erklärbar, dass sowohl unter Hitzfeld und nun auch unter Petkovic Rodriguez die Standards nicht schiesst. Rodriguez ist bei Eckbällen, Freistössen und Elfmeter Extraklasse. Nur in der Trainergilde will das keiner begreifen. Die stehenden Bälle in der Nati sind von wem auch immer geschossen, eine einzige Katastrophe. Weder Shaqiri, noch Inler oder sonst ein Möchtegern hat die Klasse für stehende Bälle. Also, wann kommt Herr Petkovic dahinter, dass es wirklich so ist?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Valentin Vieli, Zürich
      Dann schauen sie wohl die Spiele nur mit einem Auge. Auch in der Nati schiesst Rodriguez hin und wieder Freistösse und Eckbälle. Aber ich gebe ihnen tw. recht, Inler und Shaquiri schnappen sich die Bälle einfach und der liebe Ricci läuft dann einfach weg. Erwarten sie doch bitte von Petkovic nicht, dass er hier einschreitet und mit klarem Befehl diese stehenden Bälle regelt, wie man es eigentlich bei einer Klasse von Rodriguez müsste. Sonst wäre er ja ein besserer und erfolgreicherer Trainer!!!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Raffi, asap
    Bei stehenden Bällen möchte ich auch in der Nati öfter mal Rodriguez ausführen sehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von hans, asap
      Ja direkte Freistösse Rodriguez und Elfmeter Schär
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Louis Figueroa, asap
      Eckbälle: Rodriguez, da er mit Abstand die besten Flanken schlägt; Elfmeter: Rodriguez, da er sämtliche Elfer auch im Verein tritt und daher den Druck gewohnt ist; Freistösse: Xhaka oder Rodriguez, da die beiden abschlusstechnisch am meisten drauf haben.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen