Dortmunds Respekt vor dem Pokalschreck Lotte

Dortmund trifft im DFB-Pokal-Viertelfinal auf Drittligist Lotte. Der Underdog hat in dieser Kampagne mit Bremen und Leverkusen bereits 2 Bundesligisten eliminiert.

Lottes Spieler jubeln über den Sieg gegen Leverkusen

Bildlegende: Geht das Märchen weiter? Lotte warf bereits mehrere oberklassige Klubs aus dem Pokal. Imago

«Auf dem Papier sind sie zwar Drittligist. Aber sie sind Aufstiegsaspirant und für uns einzuschätzen wie ein Zweitligist», sagte Dortmunds Trainer Thomas Tuchel vor dem Duell mit Lotte. Die Stärke des Gegners ist jedoch nur ein Aspekt. Sorgen bereiten dem BVB-Trainer nicht zuletzt die Rasenverhältnisse in der rund 100 Kilometer entfernten Provinzgemeinde mit 14'000 Einwohnern.

«Der Rasen ist sicherlich ein Nachteil für uns. Es ist daher entscheidend, uns komplett freizumachen von den äusseren Umständen», sagte der 43-Jährige und ergänzte: «Ich glaube nicht, dass das gleiche Spiel wie bei uns im Stadion möglich sein wird.»

«  Ich glaube, ich werde viele Freunde verlieren in nächster Zeit. »

Ismail Atalan
Trainer Lotte

Lotte hatte vor rund drei Wochen im Achtelfinal den Zweitligisten 1860 München nach heftigen Schneefällen auf einem notdürftig geräumten Platz mit 2:0 aus dem Wettbewerb geworfen – danach wurden die Ligaspiele im Frimo-Stadion gegen Holstein Kiel (unbespielbarer Rasen) und den Chemnitzer FC (Unwetter) abgesagt.

Für Trainer Ismail Atalan und seine Mannschaft ist das kein Handicap. «So konnten wir uns noch besser vorbereiten», sagte er scherzhaft.

Stadion im Nu ausverkauft

Beim Underdog freut man sich auf den 3. Vergleich mit einem Bundesliga-Klub. Die 10'056 Plätze im Stadion waren im Nu ausverkauft. «Ich hätte ohne Probleme 250 oder sogar 350 Karten gebrauchen können», meinte Atalan und setzte mit einem Augenzwinkern hinzu: «Ich glaube, ich werde nun viele Freunde verlieren.»

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 28.02.2017