Zum Inhalt springen

Internationale Ligen Dzemaili über die MLS: «Deutlich besser als die Super League»

Seit gut 3 Monaten spielt Blerim Dzemaili in der Major League Soccer bei Montreal Impact. Während einige von einem fussballerischen Abstieg sprechen mögen, gerät der 31-Jährige ins Schwärmen.

Blerim Dzemaili im Trikot der Nati.
Legende: Goldener Karriereherbst Blerim Dzemaili hat in Kanada sein Glück gefunden. Keystone

Als sich die Nationalmannschaft am Montag im Rahmen der anstehenden WM-Qualifikationspiele in Feusisberg besammelte, fehlte Blerim Dzemaili noch. Weil er am Sonntagabend mit Montreal noch im Einsatz gestanden hatte, stiess der 31-Jährige erst einige Stunden später zur Nati.

Seit gut drei Monaten spielt Dzemaili in der Major League Soccer (MLS) in Nordamerika. Und es läuft ihm gut. Wahrscheinlich so gut wie in den letzten Jahren bei keinem Klub. 6 Tore und 10 Assists in 15 Spielen – eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.

Gegenüber der NZZ, Link öffnet in einem neuen Fenster hat sich Dzemaili ausführlich zu seiner neuen Herausforderung in Übersee geäussert. Das sagt er über ...

  • ... die Beweggründe seines Wechsels: «Ich spielte 14 Jahre lang in Europa. In der Schweiz, in England, Italien, der Türkei. Ich spürte, dass ich langsam genug hatte. Ich spürte ein tiefes Verlangen nach einer neuen Erfahrung.»
  • ... sein Leben in Montreal: «Es ist toll. Ich bin glücklicher, als ich es mir je erhofft hatte. Sportlich läuft es super. Und Montreal ist cool, lebendig, interessant und doch ruhig. Es ist das Leben, das ich mir gewünscht habe.»
In der MLS könnte nur der FC Basel mithalten.
Autor: Blerim Dzemaili
  • ... das Niveau in der MLS: «Das Niveau ist sehr gut. Hier wird ein köperbetonter, schneller Fussball gespielt. Taktisch müssen die Teams und Spieler noch lernen.»
  • ... den Vergleich zwischen MLS und Super League: «Die MLS ist deutlich besser als die Schweizer Super League. Nur der FC Basel könnte mithalten. Alle anderen Teams hätten kaum eine Chance.»
  • ... Sachen, die ihn stören: «Viele Dinge sind halt ungewohnt. Etwa dass die Journalisten nach dem Match in die Garderobe kommen, um Interviews zu führen. In Europa war die Garderobe immer ein heiliger Ort.»
  • ... seine Aussichten in der Nati: «Ich kann mir derzeit nicht vorstellen, dass ich die WM verpassen würde, wenn wir uns qualifizieren. Ich habe in der Qualifikation bis jetzt einen erheblichen Anteil am Erfolg. Ich bin ein wichtiger Spieler dieses Teams. Und das werde ich bleiben.»

Legende: Video Dzemailis erstes Tor für Montreal abspielen. Laufzeit 0:19 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 04.06.2017.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 29.08.2017, 22:20 Uhr

28 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.