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Internationale Ligen Favre als Gladbach-Trainer zurückgetreten

Lucien Favre ist nicht mehr Trainer von Borussia Mönchengladbach. Der Westschweizer trat einen Tag nach der fünften Niederlage im fünften Bundesliga-Spiel zurück.

Legende: Video Favre legt Traineramt bei Gladbach nieder abspielen. Laufzeit 01:29 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 20.09.2015.

Der Klub selbst betonte, dass dies keine einvernehmliche Trennung sei und man immer mit Favre weiter arbeiten wollte. «Wir haben gehofft, dass wir ihn auch dieses Mal überzeugen können, bei uns und mit uns weiterzumachen. Mit seinem öffentlich gemachten Rücktritt hat er nun Fakten geschaffen, die uns bis ins Mark treffen», sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl schockiert.

Vizepräsident Rainer Bonhof fügte an: «Wir sind vollkommen vor den Kopf gestossen. Wir haben den ganzen Tag miteinander geredet. Wir haben seinen Rücktritt abgelehnt, weil wir der Meinung waren, dass wir es zusammen schaffen werden. Er ist dann aber selbst nach vorne gegangen.»

Ich habe nicht mehr das Gefühl, der perfekte Trainer für Borussia Mönchengladbach zu sein.
Autor: Lucien Favre

«Ich muss ehrlich zu mir sein»

Mit einem Schreiben an diverse Nachrichten-Redaktionen hatte Favre am Sonntagabend schliessilch selbst seinen Rücktritt bekannt gegeben. «Nach reiflicher Überlegung und eingehender Analyse bin ich zu der Erkenntnis gekommen: Es ist in dieser Situation die beste Entscheidung, mein Amt als Cheftrainer bei Borussia Mönchengladbach niederzulegen», heisst es in Favres Statement.

Favre ist nicht mehr Gladbach-Coach.
Legende: Zurückgetreten Favre ist nicht mehr Gladbach-Coach. EQ Images

«Ich habe nicht mehr das Gefühl, der perfekte Trainer für Borussia Mönchengladbach zu sein», so der 57-Jährige weiter.

Ein Negativrekord vor Augen

Nach dem 3. Rang in der letzten Saison und der direkten Qualifikation für die Champions League ist Mönchengladbach in diesem Jahr nach dem schlechtesten Saisonstart der Klubgeschichte an das Tabellenende der 1. Bundesliga abgestürzt. Noch eine Niederlage fehlt, um den unrühmlichen Bundesliga-Rekord von 6 Start-Niederlagen in Folge (Fortuna Düsseldorf 1991/92) einzustellen.

«Schönste und emotionalste Zeit»

Favre war seit Februar 2011 Trainer in Mönchengladbach, rettete die Borussia zunächst vor dem Abstieg, ehe er sie vergangene Saison in die Königsklasse führte. «Auch wenn es pathetisch klingt: Ich werde die ereignisreichen Jahre bei Borussia als meine schönste und emotionalste Zeit als Trainer nie vergessen», betonte Favre.

Hat Lucien Favre zurecht einen Schlussstrich gezogen oder hätte er mit der Mannschaft weiterkämpfen müssen? Schreiben Sie Ihre Meinung ins Kommentarfeld und diskutieren Sie mit.

Sendebezug: SRF 1, Tagesschau, 20.09.15, 19:30 Uhr.

30 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Wenger, Riehen
    Lucien Favre macht in der Regel nichts ohne Kalkül. Ich frage mich deshalb, ob hier das letzte Wort wirklich schon gesprochen wurde? Ich bin gespannt, die Mannschaft ist hiermit auf jeden Fall aufgerüttelt!
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  • Kommentar von Roger Baumgartner, Wangen bei Olten
    So eine Entscheidung trifft ein Trainer ganz allein. Wir kennen die Beweggründe für seinen Rücktritt nicht, genau so wenig kennen wir die Gründe, warum Klopp beim BVB blieb, in einer ähnlichen Situation. Erreicht der Trainer das Team nicht mehr, macht es keinen Sinn zu bleiben. Aber vielleicht wäre jetzt Favre eine gute alternative zu Petkovic aber er ust ein grosser Trainer, er wird nicht lange arbeitslos sein.
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    1. Antwort von Reto Munteler, Zürich
      Ich denke/hoffe nicht, dass sich Favre die Nati antun will. Der hat nun wirklich definitiv Besseres verdient! In England z.B. gibt es einige Wackelkandidaten auf dem Trainersitz bei millionenschweren Traditionsvereinen. Und welcher Trainer, der wie Favre wirklich was von Fussball versteht, träumt nicht von einem Topverein in der Premier League? Wobei anzumerken ist, dass Favre da nicht träumen muss, sondern absolut intakte Chancen auf einen solchen Job hat!
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  • Kommentar von Albero da Vinci, Pratteln
    Jetzt wo es nicht läuft tritt er zurück. Lucien Schettino sobald das Schiff am versinken ist geht der Trainer/ Kapitän als erster von Bord. Was mich intressiert wieviel Mitsprache recht hatte er bei den Transfers. Drmic ist kein Kruse und Stindl kein Kramer da ging viel Qualität verloren. Viele wichtige Spieler sind ausser Form. Die CL Quali in der letzten Saison war selbst mit dem letzjährigen Kader eine grosse Überraschung. Favre hätte das Ruder wieder umgerissen.
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