Gewinner und Verlierer in der Bundesliga

Die Bundesliga-Saison ist zwar erst fünf Spieltage alt, dennoch lassen sich bereits erste Tendenzen erkennen. Dies gilt auch für die Schweizer Söldner. Während einige einen Start nach Mass hingelegt haben, enttäuschten andere.

Haris Seferovic, Xherdan Shaqiri und Ricardo Rodriguez.

Bildlegende: Unterschiedliche Gemütslagen Seferovic und Rodriguez befinden sich im Hoch, Shaqiri bekommt nur wenig Einsatzzeit. EQ/Imago

18 Schweizer und damit so viele wie nie zuvor stehen derzeit bei Bundesliga-Klubs unter Vertrag. Vom Stammspieler über Joker und «Bankwärmer» - sie bekleiden in einer der besten Ligen der Welt diverse Rollen. Wir präsentieren Ihnen je drei Gewinner und drei Verlierer des Saisonstarts.

Die Gewinner

Ricardo Rodriguez: Der 22-jährige Aussenverteidiger ist aus der Stammelf des VfL Wolfsburg nicht mehr wegzudenken. Rodriguez ist beim Tabellen-12. für die Standardsituationen zuständig und überzeugt auch in der Offensive. Der ehemalige FCZ-Spieler, gemessen an seinem geschätzten Marktwert hinter David Alaba der zweitwertvollste Linksverteidiger der Welt, hat in dieser Saison inklusive Europa League bereits drei Tore erzielt.

Yann Sommer: Dem 25-Jährigen ist der Wechsel in die Bundesliga vollauf geglückt. Sommer zeigt sich im Tor von Borussia Mönchengladbach gewohnt stilsicher und hat in fünf Spielen erst zwei Gegentore kassiert. Der ehemalige FCB-Keeper hat noch keine Minute verpasst und Publikumsliebling Marc-André Ter Stegen, der Gladbach in Richtung Barcelona verlassen hatte, innert kürzester Zeit vergessen gemacht.

Haris Seferovic: Die vergangene Saison bei Real Sociedad lief für den Stürmer nicht nach Wunsch. In der Liga traf er in 24 Einsätzen lediglich zweimal - bei diesem Wert ist er in der Bundesliga nach nur 5 Spielen bereits angelangt. Seferovic durfte bei sämtlichen Ligaspielen über die volle Distanz ran und enttäuschte nicht. «Es ist unglaublich, wie schnell Haris sich integriert hat. Wir haben in den letzten Wochen gesehen, welche Qualität er hat», lobte ihn Torhüter Kevin Trapp.

Die Verlierer

Valentin Stocker: 3,6 Millionen bezahlte Hertha Berlin für den Krienser in der Sommerpause. Dass er dieses Geld wert ist, konnte Stocker bislang noch nicht bestätigen. Lediglich 23 Einsatzminuten kann der einstige FCB-Publikumsliebling aufweisen, zweimal musste er gar in der Regionalliga ran. Ob Jos Luhukay in Zukunft vermehrt auf den Schweizer setzen wird, ist fraglich. Der Hertha-Coach scheint von den Stärken Stockers nicht vollends überzeugt zu sein.

Josip Drmic: 17 Tore erzielte der Stürmer vergangene Saison für Absteiger Nürnberg und war damit hinter Robert Lewandowski und Mario Mandzukic der zweiterfolgreichste Skorer. Ein Wechsel zu Bayer Leverkusen war der Lohn für seine Leistungen. Dort muss er nun hinten anstehen, ist nicht erste Wahl. Lediglich 106 Minuten und ein Tor hat der 22-Jährige bislang auf dem Konto.

Xherdan Shaqiri: Der Basler wäre einem Wechsel im Sommer nicht abgeneigt gewesen, doch Bayern München entschied, dass er bleiben muss. Unter Pep Guardiola ist der 22-Jährige aber höchstens Ergänzungsspieler. Und wenn er einmal spielt, kann er sich nicht aufdrängen. Die Leistungen des Nati-Stars in dieser Saison waren bislang dürftig.

Sendebezug: Radio SRF 4 News, Morgen-Bulletin, 25.09.14.

Die Schweizer in der Bundesliga

NameKlubEinsatzminuten (Max: 450)*Tore
X. Shaqiri (22)Bayern (seit 2012)184-
T. Barnetta (29)Schalke (seit 2012)301
J. Drmic (22)Leverkusen (neu)1061
D. Benaglio (31)Wolfsburg (seit 2008)270-
T. Klose (26)Wolfsburg (seit 2013)90-
R. Rodriguez (22)Wolfsburg (seit 2012)4502
Y. Sommer (25)Gladbach (neu)450-
G. Xhaka (21)Gladbach (seit 2012) 450-
M. Hitz (27) Augsburg (seit 2013)450-
P. Schwegler (27)Hoffenheim (neu)111-
S. Zuber (23)Hoffenheim (neu)75-
F. Lustenberger (26)Hertha (seit 2007)344-
V. Stocker (25)Hertha (neu)23-
H. Seferovic (22)Frankfurt (neu)4502
R. Bürki (23)Freiburg (neu)450-
A. Mehmedi (23)Freiburg (seit 2013)217-
V. Behrami (29)Hamburg (neu)437-
J. Djourou (27)Hamburg (seit 2013)450-
* transfermarkt.ch