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Internationale Ligen Gladbach: Schweizer sein reicht nicht

21 Schweizer spielen kommende Saison in der Bundesliga. Gleich vier davon bei Borussia Mönchengladbach, wo mit Lucien Favre ein Landsmann Trainer ist. Doch er ist nicht der Hauptgrund, weshalb Gladbach auf Schweizer Spieler setzt.

Legende: Video Bei den Schweizern in Mönchengladbach abspielen. Laufzeit 4:20 Minuten.
Aus sportaktuell vom 31.07.2015.

Granit Xhaka, Yann Sommer, Josip Drmic und Nico Elvedi heissen die 4 Schweizer Spieler, die dem Bundesligakader von Borussia Mönchengladbach angehören. In der U23 des Klubs wird ausserdem Junioren-Nationalspieler Djibril Sow zum Einsatz kommen. Trainer Lucien Favre komplettiert das Sextett: Gladbach ist fest in Schweizer Hand.

Vom Fast-Abstieg in die Königsklasse

Favre, der charismatische Fussballlehrer aus dem Kanton Waadt, übernahm im Februar 2011 das Steuer des Bundesligisten – 12 Spieltage vor Saisonende, als Tabellenletzter und mit 7 Punkten Rückstand auf den rettenden Relegationsplatz. Ein Dutzend Liga- und 2 Relegationsspiele später stand der Klassenerhalt fest. Es war der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Anfang September wird im Borussia-Park erstmals Champions-League-Fussball zu sehen sein.

Mit dem Trainer hat das nichts zu tun. Wenn wir einen Schweizer holen, dann muss er richtig gut sein.
Autor: Max EberlSportdirektor Borussia Mönchengladbach

Mit dem Romand als Trainer war der Weg weiterer Schweizer nach Gladbach vorgezeichnet. Doch Garantie für ein Engagement in der Bundesliga ist der Landsmann an der Seitenlinie keineswegs. Max Eberl, Sportdirektor bei der Borussia, nennt einen anderen Grund für die vielen Schweizer im Klub: «Mit dem Trainer hat das nichts zu tun. Wenn wir einen Schweizer holen, dann muss der richtig gut sein.»

Generation Xhaka

Oder noch etwas besser als gut. So wie Granit Xhaka. Vom Fachmagazin Kicker hinter Gonzalo Castro zum zweitbesten defensiven Mittelfeldspieler der vergangenen Bundesligasaison gekürt, ist der 22-Jährige Sinnbild einer Generation an Schweizer Fussballern, die das Selbstverständnis entwickelt hat, sich im Ausland durchsetzen zu können.

Kein Bonus für die Schweizer

Ein Selbstverständnis, das von der fussballerischen Qualität der Schweizer Akteure herrührt. «Es ist immer interessant, junge Spieler aus der Schweiz zu verpflichten. Sie sind sehr gut ausgebildet», sagt Favre.

Trotzdem, einen Freifahrtschein gibt es nicht. Der Gladbach-Trainer stellt klar: «Die besten sind auf dem Platz, es gibt keine Geschenke.» Auch nicht für die Schweizer in Diensten der «Fohlen-Elf».

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 31.7.15, 22:20 Uhr

3 Kommentare

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  • Kommentar von maz hess, 8903 Birmensdorf
    Favre ist ein sehr guter ausbildner und für Mittelfeldspieler (xhaka, kramer, inler, dzemailli etc.) wohl einer der besten der Welt.
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  • Kommentar von Walter Lottenbach, Bern
    Ich finde Lucien ist einer der besten Trainer auf der Welt! Sein umgang mit den Spielern muss fenimal sein.Er war auch als Fussballer technisch ein absoluter Star. Seine Karriere wurde leider gestoppt. (Brutales Foul) Ich wünsche diesem,sehr simpatischen Trainer nur das beste. Alles Gute wünscht dir Walo
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  • Kommentar von J. Baumgartner, Erlangen, Deutschland
    Das Sommerloch lässt grüssen. Natürlich reicht es nicht Schweizer zu sein und natürlich holt ein Sportverein nur Spieler, von denen er überzeugt ist, dass sie ihm sportlich weiterhelfen und nicht weil die Spieler die selbe Nationalität wie der Trainer haben. Zudem ist Luvien Favre sicherlich ein klasse Trainer aber das Attribut "charismatisch" würde ich nicht unbedingt mit ihm in Verbindung bringen. Er ist ein absoluter Perfektionist und wie viele Perfektionisten eher etwas kauzig :)
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