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Internationale Ligen HSV-Coach Knäbel nach Desaster: «Keine 11 Männer auf dem Platz»

Das Trainer-Debüt von Peter Knäbel mit dem HSV ist gründlich misslungen. Nach dem 0:4 bei Leverkusen fand der ehemalige SFV-Funktionär deutliche Worte und kündigte personelle Konsequenzen an.

HSV-Trainer Peter Knäbel dirigiert einen Spieler
Legende: Verständnis-Probleme? Noch konnten die HSV-Spieler die Anweisungen von Peter Knäbel (rechts) nicht umsetzen. Imago

Bei Knäbel war der Frust nach der deutlichen Niederlage spürbar. «Heute hatten wir keine 11 Männer auf dem Platz», schimpfte der ehemalige SFV-Stratege vor der Rückkehr nach Hamburg.

Der «Liga-Dino» hatte wie ein Absteiger gespielt und leblos gewirkt. «Wenn man so emotionslos verliert, muss einiges schiefgelaufen sein - bei uns ist alles schiefgelaufen», stellte Knäbel fest. Die Mission des als Retter auf die Trainer-Bank beorderten HSV-Sportdirektors hätte katastrophaler nicht beginnen können.

Djourou: «Wir kämpfen nicht einmal»

Der an der Pleite nicht unschuldige Captain Johan Djourou meinte konsterniert: «Schlimm ist, dass wir nicht einmal kämpfen. Das Problem ist, wir gehen zu einfach unter.»

Dieser Selbstkritik konnte Knäbel nur beipflichten. Auch er monierte die mangelnde Präsenz sowie fehlende Einstellung der HSV-Spieler und kündigte personelle Konsequenzen für das Nord-Derby gegen den Tabellenzweiten Wolfsburg vom nächsten Samstag an.

Knäbel: «Habe mich wohl gefühlt»

«Ich habe gesehen, auf wen ich mich verlassen kann und auf wen nicht», sagte Knäbel, der erstmals nach 15 Jahren wieder als Trainer im Einsatz war und trotz des Debakels versicherte: «Ich habe mich da unten sehr wohl gefühlt.»

Wie soll der HSV nun aus dem Teufelskreis ausbrechen? Knäbel dazu: «Man kann den Profis nicht sagen: ‹Du kannst nichts, musst aber Spiele gewinnen›. Wir müssen den Spielern in den nächsten Trainings Selbstvertrauen vermitteln.»

Sendebezug: Radio SRF 3, Nachmittagsbulletin, 04.04.2015, 17:40 Uhr.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Tja, einen Lucien Favre müsste man als Trainer haben - der hat Gladbach aus einer genauso misslichen Lage vor dem Abstieg gerettet und zu einem Top-Team aufgebaut. Der HSV wird absteigen, wenn er in die Barrage muss. Leider wird dies in der Nati keine Konsequenzen haben und Behrami und Djourou werden weiterwursteln dürfen, anstatt dass sie besseren Spielern Platz machen müssen.
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    1. Antwort von Beobachter, Winterthur
      ... Bin auch der Meinung, dass Djourou und Behrami in der Nati nicht mehr so forciert werden sollten, aber nicht weil sie schlechte Spieler sind, sondern weil sie mental in einer schlechten Verfassung sind. Deshalb finde ich es auch falsch von Knäbel den Frust rauszulassen. Was erwartet er von einem Team das nur verliert? Besserung von einem Tag auf den anderen? Nicht wenn er noch mehr Unruhe stiftet, in einer Mannschaft bei der die Nerven schon vor demTrainerwechsel Blank lagen.
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    2. Antwort von Roman Hollenstein, Rhäzüns
      Du kannst doch als Trainer nicht kurz nach dem Spiel sagen, dass ein Teil der Spieler nicht zu gebrauchen sind und gleichzeitig ankündigen, der Mannschaft in den kommenden Tagen wieder Selbstvertrauen geben zu müssen. Das machen leider einige nicht mit und viel andere als die eingesetzten Spieler stehen dem HSV nicht zu Verfügung. Da merkt man die fehlende Praxis als Trainer von Peter Knäbel in der momentanen Situation.
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  • Kommentar von D.Daniele, Obergösgen
    Es ist zu hoffen das der VFB sowie der HSV absteigen. Nicht weil ich diese 2 Clubs nicht mag, sondern um das Sie entlich gezwungen werden sich zu Erneuern, als jedes jahr am Ende der Tabelle rumzuwursteln.
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