HSV im freien Fall – Rodriguez trifft doppelt

Die Schweizer haben am 27. Bundesliga-Spieltag ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Während das Debüt von Peter Knäbel als HSV-Coach gründlich misslang (0:4 in Leverkusen), führte Ricardo Rodriguez Wolfsburg zum 3:1-Sieg gegen Stuttgart.

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Rodriguez' Doublette gegen Stuttgart

0:36 min, aus sportaktuell vom 4.4.2015

Der Hamburger SV kommt weiter nicht vom Fleck. Zum 16. Mal gelang dem «Bundesliga-Dino» in dieser Bundesliga-Saison kein Tor. Der erstmalige Abstieg droht. Zwar liegt der HSV auch nach der 0:4-Klatsche bei Bayer Leverkusen noch auf dem Relegationsplatz, das Gezeigte auf dem Rasen verheisst jedoch nichts Gutes.

Peter Knäbel an der Seitenlinie

Bildlegende: Ernste Miene Peter Knäbel konnte die Wende beim HSV noch nicht einläuten. Keystone

Auch unter Zinnbauer-Nachfolger Peter Knäbel zeigte das Team keine Reaktion und blieb im 7. Spiel in Folge ohne Sieg. Der HSV (mit Valon Behrami) liess sich in Leverkusen gleich mehrmals auskontern und stellte sich zuweilen stümperhaft an. In der 7. Minute nahm das Unheil seinen Lauf: Nati-Verteidiger Johan Djourou produzierte einen Fehlpass, der im 1:0 durch Gonzalo Castro mündete. Castro setzte nach 2 Toren von Stefan Kiessling (44./56.) auch den Schlusspunkt. Nach einer guten Stunde überwand er den bemitleidenswerten HSV-Goalie René Adler bei dessen Rückkehr.

Freiburg mit wichtigem Sieg

Etwas Luft im Abstiegskampf verschaffte sich der SC Freiburg dank dem 1:0-Heimsieg gegen Köln (Torschütze: Mike Frantz 37.). Goalie Roman Bürki zeigte im Kasten der Breisgauer eine überzeugende Leistung. Der eingewechselte Admir Mehmedi traf in den Schlussminuten aus der Distanz nur den Pfosten.

Auch Hannover kommt dank dem 2:2 in Frankfurt neu auf 28 Punkte und liegt 3 Zähler vor Hamburg. Nationalstürmer Haris Seferovic leitete das 2:0 der Eintracht durch Stefan Aigner mit viel Übersicht ein, die Gäste schafften aber noch das Remis.

Rodriguez mit 2 Toren – Favre im Hoch

Nati-Verteidiger Rodriguez hat Wolfsburg zum 3:1-Heimsieg gegen Schlusslicht Stuttgart geführt. Der Schweizer verwandelte in der 41. Minute einen Penalty zum 1:0 und schoss den VfL nach einer guten Stunde mit einem Freistoss, der an Freund und Feind vorbeiflog, ein zweites Mal zum 2:1 in Führung. André Schürrle sorgte mit seinem 1. Tor für die «Wölfe» für den Endstand.

Wolfsburg ist weiterhin erster Bayern-Verfolger, Rang 3 behauptete Lucien Favres Borussia Mönchengladbach (mit Yann Sommer und Granit Xhaka/bis zur 76. Minute). Die «Fohlen» reagierten auf einen 0:1-Rückstand und feierten einen überzeugenden 4:1-Sieg bei Hoffenheim. Patrick Herrman mit 2 Toren und Max Kruse, der nebst seinem Penaltytor zum 1:1 als Vorbereiter glänzte, ragten aus dem starken Gladbacher Kollektiv heraus.

Mainz und Coach Martin Schmidt holten einen Punkt (0:0 in Bremen).

Sendebezug: Radio SRF 3, Nachmittagsbulletin, 04.04., 17:40 Uhr