In letzter Sekunde: Arsenal schlägt Leicester

Ein umstrittener Penalty, eine rote Karte und ein Last-Minute-Tor – das Spitzenspiel in der Premier League zwischen Arsenal und Leicester bot alles. Weil Tottenham bei Manchester City 2:1 gewinnt, ist das Meisterrennen hochspannend.

Danny Welbeck.

Bildlegende: Vielumjubelter Siegtorschütze Danny Welbeck. Reuters

Es lief bereits die 5. Minute der Nachspielzeit, als Mesut Özil noch einmal zu einem Freistoss antrat. Seine Vorlage fand den Kopf von Danny Welbeck, der unter dem Jubel von über 60'000 Fans zum 2:1 einnickte.

Es war das würdige Ende eines spektakulären Spitzenkampfs. Erstmals hoch kochten die Emotionen kurz vor der Pause: Jamie Vardy kam im Strafraum im Duell mit Nacho Monreal zu Fall, Schiedsrichter Martin Atkinson zeigte sofort auf den Punkt. Die Proteste der Arsenal-Spieler blieben unerhört, obwohl der Pfiff zumindest umstritten war.

Der umstrittene Leicester-Penalty

Spätestens nach dem Platzverweis von Danny Simpson in der 54. Minute lagen die Vorteile klar auf Seiten Arsenals. Nach dem Ausgleich durch Theo Walcott (70.) nahmen die Gastgeber das Tor von Kasper Schmeichel unter Dauerbeschuss. Die Früchte für die harte Arbeit erntete das Team von Arsene Wenger in der besagten 95. Minute.

Dank diesem Sieg rückt Arsenal bis auf zwei Punkte an Leader Leicester (erneut ohne Gökhan Inler) heran.

Geht Leicester City nun die Puste aus?

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Tottenham träumt vom Titel

Der Titelkampf in England ist hochspannend. Im Verfolgerduell setzte sich Tottenham Hotspur bei Manchester City 2:1 durch und liegt nun punktgleich vor Arsenal auf Rang 2.

Eriksen und Kane.

Bildlegende: Schossen Tottenham zum Sieg Eriksen (links) und Kane. Keystone

Der 19-jährige Nigerianer Kelechi Iheanacho konnte nach dem 0:1 durch Harry Kane (53./Penalty) zwar das 1:1 erzielen. Christian Eriksen gelang in der 83. Minute auf Zuspiel von Erik Lamela jedoch das siegbringende 2:1. Dem Tor war ein Ballverlust von Yaya Touré vorausgegangen, der zuvor per Freistoss nur die Latte getroffen hatte. Der 3. Meistertitel nach 1951 und 1961 liegt durchaus drin für die Londoner.

Liverpool schlägt Aston Villa 6:0

Der FC Liverpool ist dank des 6:0 beim Tabellenletzten Aston Villa bis auf 3 Punkte an Manchester United und einen Europacup-Platz herangerückt. Mit Sturridge, Milner, Can, Origi, Clyne und Touré erzielten 6 verschiedene Spieler die Tore für das Team von Jürgen Klopp, das letztlich zum höchsten Sieg in der Premier League seit mehr als zwei Jahren kam.

Die 4 Treffer vom 3:0 bis 6:0 fielen nach der Pause innerhalb von 13 Minuten. Für Aston Villa gibt es wohl keine Rettung mehr. Der Meistercupsieger von 1982 dürfte erstmals seit dem Aufstieg 1988 wieder in die zweithöchste Liga relegiert werden.

Sendebezug: Radio SRF 4 News, Nachmittagsbulletin, 14.02.2016, 17:10 Uhr