Juristischer Sieg für Ivan Klasnic

Der an einem Nierenleiden erkrankte ehemalige Bundesliga-Profi Ivan Klasnic hat einen juristischen Sieg errungen und erhält Schmerzensgeld. Abgeschlossen ist das Verfahren aber noch nicht.

Ivan Klasnic

Bildlegende: Ivan Klasnic in seiner erfolgreichen Zeit als Werder-Stürmer. EQ Images

Das Landgericht Bremen hat in dem seit 9 Jahren dauernden Verfahren den früheren Mannschaftsarzt von Werder Bremen, Götz Dimanski, und die Internistin Manju Guha verurteilt. Ihnen seien bei der Behandlung von Ivan Klasnic grobe Fehler unterlaufen.

Die Ärzte müssen Klasnic ein Schmerzensgeld in Höhe von 100'000 Euro zahlen und für alle Behandlungskosten aufkommen. Zudem hat Klasnic Anspruch auf Schadenersatz für den entstandenen Verdienstausfall. Die Höhe müsse allerdings noch in einem weiteren Verfahren ermittelt werden.

Warten auf die nächste Spenderniere

Der 37-jährige Kroate spielte von 2001 bis 2008 für Werder. Seit 2007 wurden ihm zwei Nieren transplantiert, heute muss er dreimal pro Woche zur Dialyse. Unterdessen wartet Klasnic erneut auf eine Spenderniere, weil die jetzige seines Vaters nicht mehr genügend leistet.

Nach Auffassung des Gerichts hätten die Ärzte die schlechten Nierenwerte ab 2003 erkennen und behandeln müssen. Dies sei nicht geschehen.