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(Kein-)Tor in der 93. Minute Ein Handspiel erzürnt die Schalke-Fans

Nach einer umstrittenen Entscheidung kam es im Anschluss an den Pokal-Halbfinal zwischen Schalke und Frankfurt zu schweren Ausschreitungen.

Di Santo diskutiert mit Schiedsrichter Hartmann.
Legende: Kann den Entscheid nicht verstehen Di Santo (Mitte) diskutiert mit Schiedsrichter Hartmann. Imago

Es läuft die 93. Minute auf Schalke. Das Heimteam wirft noch einmal alles nach vorne, um den 0:1-Rückstand wettzumachen und die Verlängerung zu erzwingen. Und tatsächlich: Nach einem Abschluss von Franco di Santo zappelt der Ball im Netz. Doch der Treffer zählt nicht. Was war passiert?

Gemäss Schiedsrichter Robert Hartmann soll der Argentinier den Ball mit der Hand berührt haben. Weil die Situation bereits abgepfiffen war, bevor der Ball im Tor landete, konnte der Videobeweis nicht eingesetzt werden.

Für genau solche Situationen wurde der Videobeweis eingeführt.
Autor: Leon GoretzkaSpieler Schalke 04

Die Schalke-Akteure haderten nach dem Schlusspfiff mit dieser Entscheidung. Di Santo selbst beteuerte, den Ball mit der Brust angenommen zu haben.

Di Santo nimmt den Ball an.
Legende: Hand - ja oder nein? Die Bilder geben keinen eindeutigen Aufschluss. Keystone

Teamkollege Leon Goretzka konnte nicht verstehen, dass die Situation nicht noch einmal überprüft wurde. «Mittlerweile hat man die technischen Hilfsmittel. Die sind eigentlich dafür da, um Spiele fairer zu gestalten. Für genau solche Situationen wurde der Videobeweis eingeführt», echauffierte sich der deutsche Nationalspieler.

Die Polizei muss ausrücken

Der Ärger war nicht nur bei den Spielern gross, auch die Schalke-Fans fühlten sich hintergangen. So kam es nach Spielschluss zu wüsten Szenen rund ums Stadion. Nach schweren Ausschreitungen musste die Polizei rund 80 Anhänger vorübergehend festnehmen.

Sendebezug: Radio SRF 3, Bulletin von 23:00 Uhr, 18.04.18

10 Kommentare

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  • Kommentar von Willi Fetzer (wi)
    Klar kann ich die Wut und Ärger der Schalker Spieler und Fans nachvollziehen, denn sie wurden nicht fair vom Schiedsrichter behandelt.Denn dem Frankfurter Tor ging klar ein Stürmerfoul voraus,aus dem der Eckball und dann das Tor resultierte! Fabian war einfach in und auf Schalker draufgesprungen.
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  • Kommentar von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
    Da sind mir sogar all die ‚Kindergärtler‘ bei Basel ggn Zürich lieber als solche Entscheidungen... Warum genau darf der Videobeweis nicht IMMER eingesetzt werden? ‚Weil es schon abgepfiffen war‘? Klingt mir etwas nach verzerrtem Wettbewerb...
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  • Kommentar von Peter Imber (Wasserfall)
    Auch wenn der Entscheid eventuell falsch war und sich der Schiedsrichter geirrt haben sollte. Nichts erlaubt, rechtfertigt und entschuldigt die gewaltsamen Ausschreitungen durch einen Teil der Schalker "Fans" nach dem Spiel. Solch gewalttätigen Fans gehören verhaftet, vor ein Gericht gestellt und dem Gesetz entsprechend verurteilt / bestraft. Und selbstverständlich haben sie für alle angerichteten Schäden aufzukommen. Dies gilt für alle Fussballspiele und sonstige Anlässe in allen Ländern.
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