Ligue 1: Die Saison nach der Revolution

Rund 200 Jahre nach der französischen Revolution haben in Frankreich erneut tiefgreifende machtpolitische Veränderungen stattgefunden - diesmal im Fussball-Geschäft.

«Egalité» war einer der drei Grundpfeiler der französischen Revolution im Jahr 1789.

Von Gleichheit kann rund 2 Jahrhunderte später keine Rede mehr sein, zumindest nicht im Fussball-Geschäft. Die Ligue 1 verkommt zu einer Zweiklassengesellschaft.

Öl- und Dünger-Millionen

Die Revolutionsführer in den Personen der Klubbesitzer von Monaco (Dünger-Zar) und Paris St. Germain (Emir von Katar) haben im Sommer weit über 100 Millionen Euro für das Engagement namhafter Söldner ausgegeben. Das Leben des gemeinen Zuschauers werden sie aber kaum verbessern, es droht Langeweile.

Video «Cavanis wechselt von Napoli zum PSG» abspielen

Edinson Cavani wechselt von Napoli zum PSG

0:15 min, vom 16.7.2013

Denn mit Budgets dieser Dimension können weder Traditionsvereine wie Marseille oder Lyon, noch irgendwelche andere Klubs mithalten. Die Unterschiede bezüglich Schlagkraft sind auf dem Papier frappant.

Auf dem Rasen werden sich die Mittelschicht-Mannschaften auf einen zweiten Revolutions-Pfeiler besinnen müssen: «Fraternité». Nur mit Teamgeist scheint ein Aufstand gegen die elitären Star-Truppen möglich.

Liga-Facts

Meister 2013: PSG

Aufsteiger: AS Monaco, Guingamp, Nantes