Mkhitaryan: Der missverstandene Bücherwurm

Am Samstag startet Borussia Dortmund gegen Mönchengladbach in die neue Bundesliga-Saison. Hoffnungsträger beim «neuen» BVB ist mit Henrikh Mkhitaryan einer, den man in Dortmund lange nicht so recht verstand.

Mkhitaryan steigt aus Teambus

Bildlegende: Vorhang auf Henrikh Mkhitaryan blüht unter seinem neuen Trainer wieder auf. Imago

Mkhitaryan sprudelt derzeit nur so von Selbstvertrauen: In den ersten 3 Pflichtspielen erzielte der Armenier 4 Tore, zuletzt bereitete er im Pokal gegen Chemnitz das 1:0 vor und traf zum 2:0-Schlussresultat.

Noch im Sommer rechneten die Westfalen mit einem Abgang des offensiven Mittelfeldspielers. Ein Fehleinkauf soll er gewesen sein – der teuerste BVB-Einkauf, der vor zwei Jahren für über 25 Millionen Euro aus Donezk geholt wurde und in der letzten Saison nur 5 Tore erzielte.

Der «Verrückte» bleibt doch

Klopp-Nachfolger Thomas Tuchel wollte erst einmal mit dem 26-Jähirgen reden – mit ihm, der so verschlossen sei und niemanden an sich heranlasse. Er wisse, dass ihn hier alle für verrückt hielten, sagte Mkhitaryan, weil er so viele Bücher lese. Tuchel musste schmunzeln, die Chemie mit dem feinfühligen Mkhitaryan stimmte auf Anhieb, wie er dem Spiegel verriet.

Wenig später war der Wechsel vom Tisch, Mkhitaryan will sich in dieser Sasion mit Dortmund beweisen.

Der «neue» BVB in fünf Bildern

Sendebezug: Radio SRF 3, 08.08.2015, 17:40 Uhr

Saisonauftakt