Prügelei zwischen Djourou und Behrami

Beim akut abstiegsgefährdeten Hamburger SV hängt der Haussegen schief. Für den jüngsten Tiefpunkt sorgten Johan Djourou und Valon Behrami. Die beiden Nati-Spieler in Diensten der Hansestädter gingen in der Halbzeitpause beim 0:2 gegen den VfL Wolfsburg aufeinander los.

Johan Djourou und Valon Behrami sprechen mit vorgehaltener Hand im weissen Trikot des HSV.

Bildlegende: Nonverbales Gefecht In der Halbzeit am letzten Samstag liessen Valon Behrami (links) und Johan Djourou die Fäuste sprechen. Imago/Archiv

Seit 9 Spieltagen wartet der HSV auf einen Sieg, seit 495 Minuten auf einen Treffer. Die Hansestädter stecken tief in der Krise und vieles deutet darauf, dass der HSV nach 52 Jahren von der Landkarte der 1. Bundesliga verschwindet.

Dass dabei die Emotionen blank liegen, beweist ein Zwischenfall während der Halbzeitpause im Spiel gegen den VfL Wolfsburg: Die beiden Schweizer Nationalspieler Johan Djourou und Valon Behrami lieferten sich eine handfeste Schlägerei und sorgten damit für den nächsten Tiefpunkt einer desaströsen Saison.

Keine Besserung unter Knäbel

Später flog Djourou auch noch mit Gelb-Rot vom Platz. Mit dem 0:2 war die 2. Niederlage im 2. Spiel unter Trainer Peter Knäbel Tatsache. Mitten im Abstiegskampf kommen also auch noch zwischenmenschliche Probleme hinzu. «Es war eine emotionale Auseinandersetzung. Es wurde besprochen. Es ist geregelt», versuchte Dietmar Beiersdorfer zu beschwichtigen. Der Vorstandsboss fügte aber sogleich an: «Wer Disziplin bricht, muss bestraft werden.» Djourou und Behrami müssen mit einer saftigen Geldbusse des Klubs rechnen.

Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 11.4.2015, 17:40 Uhr

Leverkusen entlässt Spahic

Bayer Leverkusen hat sich von Verteidiger Emir Spahic getrennt. Der 34-jährige Bosnier hatte sich am vergangegen Mittwoch nach dem Out im Pokalspiel gegen Bayern München an Auseinandersetzungen mit dem Ordnungsdienst beteiligt und einen Ordner mit einem Kopfstoss niedergestreckt.