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Internationale Ligen Real macht Madrider Stadtfinal perfekt

Mit einem 1:0 über Manchester City qualifiziert sich Real Madrid für den Final der Champions League. Die «Königlichen» folgen damit Stadtrivale Atletico ins Endspiel.

Dass das Rückspiel zwischen Real Madrid und Manchester City spektakulärer werden würde als das tor- und trostlose Hinspiel, wurde nach 20 Minuten klar. Gareth Bale setzte sich am rechten Flügel durch, wuchtete den Ball aus spitzem Winkel in Richtung Tor.

Das Traumtor von Gareth Bale

City-Verteidiger Fernando streifte das Spielgerät mit seiner Sohle und lenkte den Ball so unhaltbar in die entfernte hohe Torecke ab. Ein Traumtor, wunderschön anzusehen. Real war wie in Manchster auch im heimischen Stadion die bessere und aktivere Mannschaft und siegte am Ende hochverdient.

Manchester blieb während 180 Minuten den Beweis schuldig, ein würdiger Halbfinalist zu sein. Die «Citizens» wirken über weite Strecken harmlos und behäbig. Sie hatten im Rückspiel in der gesamten Partie nur 3 Gelegenheiten, den Ausgang in andere Bahnen zu lenken:

  • 44. Minute: Fernandinho kommt im Strafraum aus viel versprechender Position zum Abschluss. Der Brasilianer verzieht knapp.
  • 84. Minute: Ein Freistoss von Kevin De Bruyne aus spitzem Winkel landet im Aussennetz. Real-Keeper Keylor Navas wäre zur Stelle gewesen.
  • 89. Minute: Ein Weitschuss von Sergio Agüero verfehlt das Gehäuse von Navas nur knapp. Hier wäre der Goalie wohl geschlagen gewesen.
Legende: Video Das Traumtor von Bale abspielen. Laufzeit 0:42 Minuten.
Vom 04.05.2016.

Und sonst? Spielte vor allem Real, kontrollierte Spiel und Gegner prakisch nach Belieben. Die «Königlichen» erspielten sich zahlreiche Chancen, wirkten in ihren Aktionen aber stilsicher und souverän und liessen beim neutralen Beobachter trotz der nur knappen Führung kaum Zweifel aufkommen über den Ausgang der Partie.

Die Chancen Reals

Einziges Manko der Spanier blieb wie im Hinspiel die Chancenauswertung, vorab in der zweiten Hälfte. Cristiano Ronaldo, Bale oder Sergio Ramos scheiterten allesamt aus bester Distanz entweder an City-Keeper Joe Hart, am Torgehäuse oder am eigenen Unvermögen. Unter dem Strich stand ein verdienter, zu knapper Sieg.

Erinnerungen an 2014

Im Final kommt es damit am 28. Mai in Mailand wie 2014 zum Madrider Stadtderby zwischen Real und Atletico, das sich im Halbfinal gegen Bayern München durchsetzte. Vor 2 Jahren gewann Real das Endspiel mit 4:1 nach Verlängerung, nachdem Ramos für Real erst in der 93. Minute hatte ausgleichen können.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 04.05.2016, 20:00 Uhr

10 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Fürer, Au-ZH
    Beinahe so langweilig wie das Hinspiel! Einziger Höhepunkt war das wahrhaft sensationelle, wenn auch glückliche Tor von Baile. Und vielleicht noch die 2 oder 3 Pfosten-/Lattenschüsse. Alles dazwischen zum Gähnen.
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  • Kommentar von Marco Lang, Arlesheim
    Da spielt city auf offside beim einen gegnerischen freistoss und der kommentator kritisiert, dass sie nicht mitlaufen. Ja was denn nun?
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Jetzt noch ein rein spanischer Final der EL und Spanien als Europameister, dazu Nadal als Frenchopensieger und vielleicht noch ein spanischer Gewinner der Tour de France. Wann wird Spanien endlich Ice-Hockey Weltmeister, die notwendigen Ingredienzien scheinen in Spanien massenweise vorhanden zu sein oder vielleicht sind die ja als Kinder einfach in den Zaubertrank gefallen.
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    1. Antwort von Hans peter, Basel
      Beim fussball liegt es nicht wirklich an den spanier. Bei real sind leistungsträger wie ronaldo, bale, benzema, modric, kroos, pepe usw. Nicht aus spanien. Und auch bei athletiko sind godin, gimenez, griezmann, oblak usw. Nicht von dort. Und ebenfalls di beiden trainer sind nicht von dort.
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    2. Antwort von jean passant, thun
      Es sind nicht die Spanier, da haben Sie vollkommen recht. Es ist das System in Spanien. Bale, Benzema und Co. kommen auch in den Genuss von Substanzen zur Leistungsoptimierung, der spanische Staat unterdrückt alle Versuche zur Aufdeckung erfolgreich. Grosse WADA Kritiker sind die FIFA, die UEFA und auch Nadal. Die WADA hat sogar erwogen Fussball von den OS auszuschliessen, so viel zum Wunder von Spanien.
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