Real und Mourinho: Eine gescheiterte «Ehe»

José Mourinho ist nach knapp 3 Jahren bei Real Madrid endgültig gescheitert. Zum Saisonende verlässt der portugiesische Startrainer die «Königlichen» mit der magersten Erfolgsbilanz in der jüngeren Klubgeschichte.

José Mourinho und Real Madrid haben nach den ausbleibenden Erfolgne die Reissleine gezogen.

Bildlegende: Ende einer Ära José Mourinho und Real Madrid haben nach den ausbleibenden Erfolgen die Reissleine gezogen. Keystone

Die Niederlage im spanischen Cupfinal gegen Stadtrivale Atlético Madrid war eine zuviel. «Das ist die schlechteste Saison meiner Karriere», gestand José Mourinho nach Schlusspfiff. Zuvor hatte Real Madrid bereits die Meisterschaft an den überlegenen FC Barcelona verloren und war im Champions-League-Halbfinal an Borussia Dortmund gescheitert.

Nur nationale Titel

Nun ist die die knapp 3-jährige «Ehe» zwischen dem portugiesischen Startrainer und Real Madrid am Ende. In seiner Amtszeit gewann Mourinho in Spanien nur einmal die Meisterschaft, den Cup und den Supercup - in der jüngeren Vereinsgeschichte ist dies die magerste Bilanz, die ein Real-Trainer in 3 Jahren je vorzuweisen hatte.

Rückkehr zu Chelsea?

Dieses Palmarès ist zu wenig für die Ansprüche der «Königlichen». Aber auch für jene von «The Special One», wie sich Mourinho einst selbst taufte - einer, der als erst 3. Trainer der Geschichte die Champions League mit 2 verschiedenen Klubs (Porto 2004 und Inter Mailand 2010) gewinnen konnte. 3 unterschiedliche Teams coachte noch keiner in den europäischen Fussball-Olymp. Zuletzt wurde immer öfter über eine Rückkehr von Mourinho zu seinem Ex-Klub Chelsea spekuliert. Macht er sich an der Stamford Bridge zum «The only One»?

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Mourinho-Jubel nach Reals Siegtor gegen Manchester City

0:29 min, vom 18.9.2012