«Sein Körper und mein Hirn» – Mourinho verspottet eigenen Spieler

Nach dem 1:1 am Dienstag gegen Everton stellte Manchester-United-Trainer José Mourinho seinen Spieler Luke Shaw an der Medienkonferenz bloss. Nicht zum ersten Mal.

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«Ich musste jede Entscheidung für ihn treffen» (SNTV, engl.)

1:10 min, vom 5.4.2017

Dass José Mourinho seine eigenen Spieler aus der Schusslinie der Medien hält, ist ein weit verbreiteter Mythos. Das weiss man spätestens seit seiner Zeit bei Real Madrid. Mourinhos jüngstes Opfer: Verteidiger Luke Shaw (21), der englische Internationale, der bei Manchester United kaum zum Einsatz kommt.

Als ein Journalist den Portugiesen im Vorfeld des Premier-League-Spiels gegen Everton nach den Gründen fragte, meinte «The Special One»:

«  Ich kann ihn nicht vergleichen mit Young, Darmian und Blind. Er ist meilenweit zurück. »

Die Partie ist mittlerweile passé, Manchester holte in der Nachspielzeit durch einen Ibrahimovic-Elfmeter immerhin noch einen Punkt. Und wer hat wohl den Penalty provoziert? Genau, Luke Shaw. Aufgrund mehrerer Verletzungen sah sich Mourinho gezwungen, den 21-Jährigen einzuwechseln. Mourinho giftelte hinterher:

«  Es war sein Körper mit meinem Hirn. 21 Jahre sollten genug sein, um das Spiel besser zu verstehen. »

Schon am Sonntag auswärts bei Sunderland dürfte das nächste Kapitel in der schwierigen Beziehung zwischen Trainer und Spieler geschrieben werden. Weil viele Verteidiger verletzt ausfallen, wird der 54-Jährige kaum an Shaw vorbeikommen.