Shaqiri-Wechsel zu Inter definitiv

Xherdan Shaqiri wird ab sofort im Dress von Inter Mailand auflaufen. Der italienische Traditionsklub sicherte sich die Dienste des Schweizer Nationalspielers für eine Ablösesumme von angeblich 18 Millionen Euro bis 2019.

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Shaqiri wechselt zu Inter Mailand

3:22 min, aus sportaktuell vom 8.1.2015

Wie Inter am Donnerstagnachmittag per Twitter bestätigte, hätten beide Klubs eine Einigung über den Transfer erzielt. Nach Berichten italienischer Medien soll Xherdan Shaqiri zunächst auf Leihbasis bis zum 30. Juni zu den Mailändern wechseln und dort anschliessend einen Vertrag bis 2019 erhalten. Der Schweizer soll am Freitag die medizinischen Checks absolvieren.

Die Ablösesumme liegt angeblich bei insgesamt 18 Millionen Euro. Damit würde Shaqiri zusammen mit Gökhan Inler zum teuersten Schweizer Fussballer aller Zeiten avancieren.

Zwiespältige Bilanz im Freistaat

Im Sommer 2012 hatte Shaqiri von Basel für 12 Millionen Euro zum FC Bayern gewechselt, es dort aber nicht zum Stammspieler geschafft. Der Schweizer Nationalspieler kam für den deutschen Rekordmeister in 81 Pflichtspielen zum Einsatz. Neben 17 Toren und 19 Assists stehen dabei auch das Triple 2013 (Meisterschaft, Pokal, Champions League) sowie der Gewinn der Klub-WM zu Buche.

In dieser Saison kam der Mittelfeldspieler lediglich auf 9 Einsätze in der Bundesliga (343 Minuten) und 4 in der Champions League (48 Minuten). Nun verlässt der Offensivspieler den souveränen Bundesliga-Leader trotz Vertrag bis 2016.

Zweiter namhafter Zuzug

Für den Tabellen-Elften der Serie A ist Shaqiri nach Lukas Podolski der zweite prominente Neuzugang innerhalb weniger Tage. Inter setzte sich im Bemühen um die Dienste des 23-Jährigen dem Vernehmen nach gegen Juventus Turin und Liverpool durch.

Inters Problem mit der Europa League

Für Inter ergibt sich aus der Verpflichtung von Shaqiri und Podolski allerdings ein Problem: Shaqiri und Podolski (für Arsenal) haben in dieser Saison schon Einsätze in der Champions League absolviert - daher kann nur einer der beiden für den Kader nachnominiert werden, den die «Nerazzurri» vor der Saison bei der UEFA für die Spiele in der Europa League angegeben haben.

Sendebezug: Radio SRF 3, Nachmittagsbulletin, 8.1.14, 16:00 Uhr