Stellen Sie sich vor, es ist Revierderby...

... und keinen interessiert's. Das mag etwas übertrieben klingen, doch das Duell Schalke-BVB elektrisiert derzeit kaum.

Aubameyang.

Bildlegende: Vor dem Revierderby Es prickelt nicht so stark wie sonst. Imago

Am Samstag kommt es zum Reviergipfel zwischen Schalke und dem BVB. Normalerweise ein Highlight für beide Klubs. Nicht so diesmal.

  • Spannende Ausgangslage? Fehlanzeige. Die sportliche Diskrepanz der beiden Klubs ist ziemlich gross. Während der BVB in Richtung Champions-League-Teilnahme steuert, kämpft Schalke verbissen um einen Platz in der Europa League.
  • Gegenseitige Sticheleien? Von wegen. Tauschen die beiden Klubs vor Spielbeginn normalerweise verbale Seitenhiebe aus, ist es diesmal ruhig. Von Provokation keine Spur.
  • Aus Feindbild wird Vorbild. Von Schalke-Manager Christian Heidel gab es im Vorfeld viel Lob für den Konkurrenten: «In Dortmund wird gute Arbeit gemacht. (...) Ich hoffe sehr, dass wir irgendwann und irgendwie auch mal Schritt halten können.»
  • Ein Thema in den Medien? Mitnichten. Normalerweise füllt das Derby die Sportseiten der Zeitungen. Nicht so diesmal. In der Süddeutschen Zeitung, FAZ, Express sowie in den meisten Hamburger, Berliner und Münchner Zeitungen fand sich am Freitag über das Derby keine Zeile.