Vermasselt Stuttgart den Bayern das Triple?

Dem FC Bayern München winkt am Samstagabend in Berlin der 16. Triumph im deutschen Pokal und das erste Triple der Klubgeschichte. Dem Finalgegner aus Stuttgart wird gegen den «FC Übermacht» wenig Kredit gegeben.

Die Bayern gehen als klare Favoriten ins Pokal-Endspiel gegen Stuttgart: In der abgelaufenen Bundesliga-Saison holten die Münchner 48 Punkte mehr als die Schwaben - zudem gewannen sie die letzten 6 Cup-Direktduelle gegen den VfB allesamt mit einer Tordifferenz von 23:4.

«Wenn wir unser Potenzial abrufen, wird es schwierig, uns zu schlagen», sagte denn auch Bastian Schweinsteiger. Der 28-Jährige, der von Bayern-Trainer Jupp Heynckes als derzeit weltbester Mittelfeldspieler bezeichnet wurde, sehnt sich nach dem Triple: «Wir haben die historische Chance, noch einen Titel zu gewinnen - und diese sollten wir auch nutzen.»

Stuttgart braucht «herausragenden Tag»

Die Bayern müssen zwar auf Dante und Luiz Gustavo verzichten, die vom brasilianischen Verband eingefordert wurden. «Das macht aber keinen Unterschied für uns», so Bruno Labbadia.

Der VfB-Coach bezeichnete die Bayern als «gnadenlos» und «FC Übermacht». Trotzdem glaubt er natürlich an den ersten Pokalsieg seit 16 Jahren: «Wir müssen unheimlich geschlossen auftreten. Zudem braucht der eine oder andere Spieler einen herausragenden Tag.»

Beide Trainer vor Meilenstein

Eine historische Chance winkt auch den beiden Trainern: Jupp Heynckes (1973) sowie Bruno Labbadia (1990) konnten den Pokal schon als Spieler gewinnen. Gelingt ihnen das auch als Trainer, dann wären sie in einem exklusiven Kreis angelangt: Das «Double» schafften bisher nur Ludwig Janda, Alfred Schmidt und Thomas Schaaf.

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