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Internationale Ligen Videobeweis-Premiere in den USA: Schiedsrichter checkt TV-Bilder

In Übersee hat der Fussball einen grossen technologischen Schritt vorwärts gemacht: Erstmals hat ein Schiedsrichter den Videobeweis für eine Entscheidung konsultiert – worauf er prompt nachträglich einen Platzverweis aussprach.

Legende: Video Das erste vom Videobeweis aufgedeckte Foulspiel (Youtube) abspielen. Laufzeit 1:39 Minuten.
Vom 13.08.2016.

In der dritthöchsten Fussball-Liga Nordamerikas (USL) kam es am Freitagabend zu einer weltweiten Premiere: Erstmals wurde das «Video Assistant Referee»-Programm (VAR) in einem Ernstkampf getestet.

Im Spiel zwischen den New York Red Bulls II und der B-Mannschaft von Orlando City pfiff Schiedsrichter Ismail Elfat nach einer guten halben Stunde einen Freistoss am Strafraumrand. Orlandos Connor Donovan hatte seinen Gegenspieler Junior Flemmings augenscheinlich von den Beinen geholt.

Als Reaktion auf die üblichen Proteste der Spieler joggte Elfat zur Grundlinie und liess sich die TV-Bilder zeigen. Sekunden später sah er seinen Entscheid bestätigt – und zückte obendrauf gar noch die rote Karte wegen einer Notbremse.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Flückiger (Daniel Flückiger)
    Eindrücklich, wie nach dem Beweis das ewige und unsägliche Lamentieren (das ist Zeitverschwendung!) der Spieler (vor allem des Spielers, welcher das Foul begangen hat) sofort aufhört. Überall einführen. Dann haben wir endlich wieder mehr Fussball statt Theater. Und die Schiris haben eine faire Chance, die Dinge zumindest gleich gut zu sehen, wie die Millionen Zuschauenden am TV.
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  • Kommentar von Stefan Amherd (Stefan Amherd)
    ... gibt mehr Zeit für Werbung und entscheidende Spiele werden ewig dauern ...
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  • Kommentar von Lars Kündig (Lars Kündig)
    Ich hoffe, dass man das in Zukunft auch in den oberen Ligen sehen wird. Das Zeitmanagement müsste man vielleicht noch anpassen, aber sonst halte ich diese Umsetzung für wasserdicht!
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    1. Antwort von Franz Huber (R.)
      An den Details muss man sicher noch feilen, zum Beispiel auch die Möglichkeit einer Challenge für die Trainer. Sonst ganz klar der richtige Weg um falsche Entscheidungen zu korrigieren. Das uns aber die Ami's vormachen müssen wie es geht zeigt einfach wie verknöchert die Strukturen im Fussball sind. Man stelle sich vor die Schwedinnen wären ausgeschieden in Rio, nachdem ihr 100% korrekter Treffer in der 116. zu Unrecht annulliert wurde. Solche Fehlentscheide müssen heute einfach nicht mehr sein.
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    2. Antwort von Hans Jackob (Chopfchratzer)
      @F. Huber, das es die Amis sind die uns das vormachen, liegt auch darann, das diese nicht soviel Wert auf Traditionen legen. Da wird vieles zu gunsten des gerechten Ablaufs, verändert. Schliesslich geht es zum Teil auch um Millionen, da sollte man als Fan schon mit richtigen Entscheiden rechnen können.Aber die verstaubten Funktionäre unserer Verbände in Europa werden diesen Schritt noch lange hinaus zögern und sich dabei auf Traditionen und Emotionen (Wembley Goal) berufen.Fans werden ignoriert!
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