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Internationale Ligen Viel Rummel ums Netz

Ein Loch im Aussennetz hat in der Partie Hoffenheim-Leverkusen (1:2) zu einem spektakulären Phantomtor geführt. Der Treffer lässt die Wogen hoch gehen - und wird wahrscheinlich ein «Nachspiel» haben.

Legende: Video Das «Phantomtor» von Leverkusen in Hoffenheim abspielen. Laufzeit 0:33 Minuten.
Vom 19.10.2013.
Tornetz
Legende: Zugeknöpft Aber erst nach dem folgenreichen Treffer. Keystone

Leverkusens Stefan Kiessling hatte in der 70. Minute den Ball am linken Pfosten vorbei ans Aussennetz geköpft - durch ein Loch im Netz landete das Leder aber dennoch im Tor. Der Schiedsrichter entschied nach Rückfrage bei den Spielern und beim Assistenten auf 2:0 für Leverkusen. Er blieb dabei, auch nachdem er auf das Loch hingewiesen worden war. Leverkusen siegte in der Folge mit 2:1 und übernahm vorübergehend die Tabellenspitze.

Bedauern hier, Verständnislosigkeit da

Hoffenheim akzeptiert das Verdikt nicht - und legt Protest ein.

Nach dem Match beeilte sich Torschütze Kiessling auf seiner Facebook-Fanseite zu versichern: Auch aus seiner Sicht sei das Tor irregulär. Der Stürmer hatte auf dem Rasen zunächst hadernd die Hände verworfen - dann aber doch in den Torjubel seiner Kollegen mit eingestimmt. Dies hatte in den sozialen Medien sehr schnell für sehr viel Kritik gesorgt.

Viel Aufregung auf Twitter

Noch immer wirft das Thema auf Twitter hohe Wellen. Wurde aber zunächst primär nach einer Wiederholung des Spiels gerufen, grassieren am Morgen danach vor allem Scherze zum Thema - allen voran zum kaputten Netz...

Ein Fall für das DFB-Sportgericht

Im April 1994 war es in der Bundesliga bereits einmal zu einem Phantomtor gekommen. Thomas Helmer schoss den Ball gegen den 1. FC Nürnberg am Tor vorbei, der Schiedsrichter gab den Treffer dennoch. Helmer sprach sich nun indes für ein Wiederholungsspiel aus - und nahm Torschütze Kiessling gegenüber Sport1, bei dem er als TV-Experte amtet, in Schutz: «Es geht um Sekunden, und du weisst als Schütze selbst nicht so genau, ob er drin war (...). Sekunden entscheiden darüber, bist du jetzt der liebe Junge oder der böse Bube.»

Das Tor wird nun das Sportgericht des Deutschen Fussballbunds DFB beschäftigen. Wann dieses dazu tagt, ist bisher noch nicht bekannt.

13 Kommentare

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  • Kommentar von jürg dälhüser, brünig
    Hallo könnte es sein das Stefan Kiessling ein sch... Lügner ist. Ich glaube auch er hat es nicht gesehen wenn er die Hände verwarf. PS: Federer ist besser als ihr alle zusammen..... im bogia. Liebe grüsse vom Brünig obä
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  • Kommentar von alfred neuhaus, lausanne
    liebe SRF - ich kann nicht verstehen, wie man bei so einem artikel die leser mit twitter meldungen bombardiert die von "kreti & pleti" stammen - wen interessierts? ist dies der neue stil eines tiefgreifenden, repräsentativen journalismus? na prost...
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  • Kommentar von Andreas Martini, Hunzenschwil
    Was ich nicht ganz verstehe und nicht nachvollziehen kann ist: Es waren doch so viele intelligente und aufgeschlossene Personen auf dem Platz?!? Komisch, aber keinem von denen kam in den Sinn, diesen merkwürdigen Vorgang bei Ort und Stelle zu begutachten und abzuklären!!! In diesem Fall ist Persönlichkeit und Praktik gefragt, keine noch so gute Technik! So einfach ist das! Aber dies haben ja schon so viele verlernt!!!
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