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Internationale Ligen Warum Shaqiri bei Stoke nur noch zweite Wahl ist

In 3 der letzten 4 Liga-Spiele nur auf der Bank: Xherdan Shaqiri macht bei Stoke City keine einfache Zeit durch. Pete Smith, der für die Zeitung «The Sentinel» über den Klub berichtet, zur schwierigen Phase des Nationalspielers.

Fussballer.
Legende: In einer schwierigen Phase Xherdan Shaqiri muss sich in Stoke durchbeissen. Reuters

«Ich stehe in ständigem Kontakt zu den Spielern», sagte Nationalcoach Vladimir Petkovic anlässlich der Fifa-Gala am Montag. Gerade mit Xherdan Shaqiri besteht Gesprächsbedarf. Denn seine Situation ist alarmierend.

Noch vor zwei Monaten hätte niemand gedacht, dass wir die folgenden Zeilen über Shaqiri schreiben müssen. Im letzten November dachten wir alle, er hätte sich in der Premier League durchgesetzt. Egal ob auf der rechten Aussenbahn oder in der Mitte neben Marko Arnautovic – Shaqiri nahm Einfluss auf das Spiel und war stets gefährlich.

Dem Trainer gezeigt, dass er unzufrieden ist

Dann kam die Niederlage gegen Arsenal (Stoke verliert zwar immer gegen die «Gunners») und ein frustrierender Auftritt gegen Southampton. Arnautovic musste vom Platz, nichts lief für Shaqiri. Ein schlechter Abend wurde noch schlimmer für Shaqiri, als er bereits nach 57 Minuten ausgewechselt wurde. Shaqiri zeigte seinem Trainer Mark Hughes ziemlich deutlich, dass er mit der Auswechslung unzufrieden war.

Wenn er nicht Woche für Woche gut spielt, wird er es nicht zurück ins Team schaffen.

Eine schlechte Leistung und eine schlechte Reaktion: Shaqiri wurde für die nächsten Partien auf die Bank verbannt. Sein Einsatz gegen Chelsea war nicht gut genug, um sich wieder für die Startformation aufzudrängen.

Shaqiri kämpft mit Arnautovic, Joe Allen, Bojan und Ibrahim Afellay um 2 Plätze. Wenn er nicht Woche für Woche gut spielt, wird er es nicht zurück ins Team schaffen – geschweige denn von einem Transfer zu einem Champions-League-Klub träumen zu dürfen.

Es liegt an Shaqiri selbst

Das ist die Botschaft von Assistenz-Trainer Mark Bowen. «Shaqiri startete gut in die Saison und wir wissen, dass er ein Top-Spieler ist. Er muss es einfach wieder beweisen», sagt Bowen.

Shaqiri ist noch immer ein fester Bestandteil in den Plänen von Coach Mark Hughes. Und der Trainer selbst glaubt, dass es immer noch eine gute Saison für den 25-Jährigen werden kann. Es liegt an ihm selbst, das zu beweisen, indem er zurückkommt und Tore schiesst. Er muss Verantwortung übernehmen, damit die Dinge wieder für ihn laufen.

Alle wollen, dass Shaqiri in Stoke Erfolg hat.
Fussballer und sein Coach.
Legende: Zurück auf null Shaqiri muss sich unter Mark Hughes neu beweisen. Reuters

Und das ist es, was die Fans von ihm sehen wollen: Rausgehen, rennen, die Verteidiger beschäftigen und schiessen. Shaqiri mangelt es nicht an Selbstbewusstsein. Aber sein Auftreten ist momentan kein Vergleich zum Saisonanfang, als er nach DEM Tor an der EURO nur so vor Selbstvertrauen strotzte.

In den lokalen Medien ist er beliebt. Shaqiri ist charmant, intelligent und ab und zu auch ein bisschen frech. Alle wollen, dass er in Stoke Erfolg hat. Aber noch wichtiger: Alle glauben daran, dass er mit Stoke Erfolg haben wird.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 09.01.2017, 22:25 Uhr

Legende: Video Petkovic zum Kontakt mit den Nati-Spielern abspielen. Laufzeit 1:03 Minuten.
Aus sportaktuell vom 09.01.2017.

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Pete Smith ist 33 Jahre alt und verfolgt die Spiele von Stoke City seit er ein kleiner Junge war. Seit 2011 arbeitet er bei der Zeitung «The Sentinel», wo er hauptsächlich über den Klub von Xherdan Shaqiri berichtet.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Ruh (Michael R)
    Ist ja nichts neues, dass sich Shaqiri nicht durchsetzen kann. Er ist einer der überbewertetsten Spieler den es gibt. Spielt alle 30 Spiele gut und dann lobt man ihn wieder in den Himmel. Die Stars der Nati sind aber eindeutig Xhaka, Sommer, Bürki oder Lichtsteiner. Sie bringen praktisch immer Topleistungen! Lieber mal einem Steffen die Chance geben, der gibt wenigstens immer 100%
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  • Kommentar von John Johnson (Kelten)
    Na ja, eigentlich nicht neues. Shaqiri ist schon immer durch unnötiges Reklamieren, Motzen -bis zur beleidigten Leberwurst aufgefallen. Solange die Leistung stimmt, kann diese negative Charaktereigenschaft teilweise kaschiert werden. Wenn aber Erfolge ausbleiben und Leistungen mittelmässig werden, kann kein guter Club/Trainer solche Spieler-Charaktereigenschaften tolerieren. Wirklich schade, dass Shaqiri sich selbst im Wege steht.
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