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Nationalmannschaft Alles spricht für die Nati – auch die Geschichte

Die Schweiz steht vor dem wichtigsten Spiel seit gut 16 Monaten: Verliert sie am Sonntagabend das Barrage-Rückspiel gegen Nordirland nicht, fährt sie zum 4. Mal in Folge an eine WM.

«Das 1:0 ist ein gefährliches Resultat», sagt Granit Xhaka am Tag vor dem kapitalen Rückspiel in Basel gegen Nordirland.

Damit hat der Mittelfeldstratege natürlich nicht unrecht. Schnell ist ein so knapper Vorsprung verspielt. Mit Blick auf die früheren Barrage-Resultate in Europa muss der Nati aber nicht mulmig zumute sein. Im Gegenteil. Denn ...

  • ... seit 1986 wurden in den WM-Qualifikationen der Europa-Zone 21 Playoffs von Gruppenzweiten in Hin- und Rückspielen ausgetragen. In den im sportlichen Gehalt gleichwertigen EM-Qualifikationen begannen die Playoffs 1996. In den insgesamt 38 Playoff-Duellen kam jede Mannschaft, die das Hinspiel auswärts gewonnen hatte, an die entsprechende Endrunde.
  • ... den Schweizern ist in den nunmehr 21 WM- und 17 EM-Playoffs der 8. Auswärtssieg in einem Hinspiel geglückt. Von allen Mannschaften, die zuerst auswärts gewonnen hatten, verlor nur England ein Rückspiel. In der Qualifikation für die EM 2000 siegten die Engländer in Schottland 2:0. Sie verloren das Rückspiel 0:1, kamen aber trotzdem weiter.

Sollten die Schweizer also trotz des 1:0-Erfolges in Belfast die WM-Qualifikation noch verspielen, wäre dies ein Novum in der europäischen Fussball-Geschichte.

95 Minuten volle Konzentration

Damit diese unrühmliche Premiere nicht eintritt, will Coach Vladimir Petkovic in Basel eine «in allen Bereichen» verbesserte Nati sehen. «Das, was wir in Belfast während 60 bis 70 Minuten gut gemacht haben, wollen wir in Basel während 95 Minuten zeigen», fordert der Trainer.

Nur mit einem grossen Spiel werden wir uns qualifizieren.
Autor: Stephan Lichtsteiner

Captain Stephan Lichtsteiner fordert: «Wir müssen defensiv gut stehen, denn sie werden auf Konter lauern. Nur mit einem grossen Spiel werden wir uns qualifizieren.» Und Xhaka will mit seinen Teamkollegen das Spiel «von Anfang an in die Hand nehmen und versuchen, rasch das 1:0 zu schiessen.»

Nach der vorzeitigen Abreise von Fabian Frei ist davon auszugehen, dass Petkovic der gleichen Startelf wie am Donnerstag in Belfast das Vertrauen schenken wird.

So dürfte die Schweiz spielen

Sommer; Lichtsteiner, Schär, Akanji, Rodriguez; Xhaka, Zakaria; Shaqiri, Dzemaili, Zuber; Seferovic.
Legende: Video Die Nordiren vor dem Barrage-Rückspiel abspielen. Laufzeit 0:42 Minuten.
Vom 11.11.2017.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 10.11.17, 22:30 Uhr

Live-Hinweis

Wir zeigen Ihnen das kapitale Rückspiel in der WM-Barrage zwischen der Schweiz und Nordirland am Sonntag ab 17:20 Uhr auf SRF zwei live. Sie können sich die Partie auch bequem in der Sport App anschauen.

18 Kommentare

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  • Kommentar von René Michel (rmichel3800)
    Was hat Dzemaili in dieser Mannschaft noch zu suchen? Kann man da nicht einmal einem anderen Spieler von Beginn weg eine Chance geben? Kann dies so nicht verstehen!
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  • Kommentar von Fabio Del Bianco (fäbufuessball)
    Das hat jetzt Granit Xhaka gut und richtig (meine Meinung) gesagt. Vor allem hat mir gefallen: Das Spiel selbst in die Hand nehmen, und die Räume "dankend annehmen" welche die Nord-Iren, beim aktuellen Spielstand, den Schweizern geben werden. Die Nord-Iren können NICHT mit ihrer üblichen Taktik ins Spiel gehen, sondern sie müssen versuchen auch vor das Tor der Schweizer zu gelangen. ABER...Gefährlich und trügerisch ist der Satz (vom SRF Mann): Man stehe schon mit einem Bein in Russland!!
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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    Bitte nicht vergessen: Das Erfolgsrezept in Belfast war in erster Linie das hohe Pressing, welches die Nordiren am Aufziehen ihres Spiels hinderte. Seferovic und Dzemaili als vorderste Spieler haben die Hauptlast diese hohen Pressings getragen und es sehr gut gemacht. Auch heute wird es nicht um Zauberfussball gehen, sondern um harte Arbeit. Die beiden dafür prädestinierten Puncher Seferovic und Dzemaili müssen deshalb unbedingt in der Startformation stehen. So kommt es gut!
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