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Nationalmannschaft Bürki nach Debüt mit «gemischten Gefühlen»

Goalie Roman Bürki hat in seinem 1. Länderspiel mit einigen starken Paraden eine Niederlage gegen Polen verhindert. Dennoch zeigte sich der 24-Jährige nach seinem Debüt überraschend selbstkritisch.

Falls es noch eines Beweises bedurft hatte, dass die Schweiz über hervorragende Torhüter verfügt, so erbrachte Roman Bürki diesen am Dienstagabend in Breslau. Insbesondere in der ersten Halbzeit verhinderte der Freiburg-Goalie mit einigen Glanztaten einen grösseren Rückstand.

Bürki und die Szene mit Lewandowski

Nach dem 2:2 gegen Polen wählte der Nati-Debütant erstaunlich selbstkritische Worte: «Ich gehe mit gemischten Gefühlen aus dem Spiel. Einerseits habe ich Gelegenheit gehabt, mich auszuzeichnen, aber beim zweiten Tor habe ich eine falsche Entscheidung getroffen.»

Bürki sprach das Foul an Bayern-Star Robert Lewandowski an, das dem Freistoss zum 2:1 nach einer Stunde vorangegangen war. «Ich wollte weder mich noch ihn verletzen und habe deshalb nicht richtig durchgezogen. Es ist glücklich, dass mir der Schiedsrichter nur Gelb gezeigt hat», sagte Bürki. Auch Lewandowski sprach nachträglich von einem möglichen Platzverweis: «Aber es war ein Freundschaftsspiel, sehr attraktiv für die Zuschauer.» Auch Bürki nimmt positive Dinge mit: «Ich analysiere die guten und weniger guten Dinge. Aus den Fehlern versuche ich zu lernen.»

Legende: Video «Fabian Frei im Interview» abspielen. Laufzeit 0:43 Minuten.
Vom 18.11.2014.

Frei nutzt seine Chance

Der eingewechselte Fabian Frei, der nach 86 Minuten den Treffer zum 2:2 markierte, gab zu Protokoll: «Ich bin froh, dass mir das Tor gelungen ist. Schön wäre natürlich noch das 3:2 gewesen.» Wenn man eine halbe Stunde vor Schluss auf das Feld komme, laute das primäre Ziel, «etwas zu reissen». Dies habe gut geklappt.

Frei scheint die Worte von Nationalcoach Vladimir Petkovic im Vorfeld des Tests ernst genommen zu haben. Dieser hatte gesagt, er wolle Spielern eine Chance geben, ihm zukünftige personelle Entscheidungen zu erschweren. Petkovic äusserte sich in dieser Hinsicht zufrieden: «Ich bin froh, dass ich einige Spieler gesehen habe, die den Sprung schaffen können. Wenn im März alle gesund sind, muss ich dann eine schwierige Wahl treffen.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.11.14 20:30 Uhr

Legende: Video «Live-Highlights Polen - Schweiz» abspielen. Laufzeit 6:20 Minuten.
Vom 18.11.2014.

7 Kommentare

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  • Kommentar von ced mi, thun
    Bürki hat laut mier her ein Spiel gemacht wo man sagen kann der ist der besste der erde wenn er so mit spilen würde wie neuer aber er hat die bälle wie keiler navas in top vorm gehalten
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  • Kommentar von Heinz Hugentobler, Ins
    In den Medien wurde von einer B-Mannschaft geschrieben, m.E. falsch. Eine Nati braucht zu mindest die doppelte Zahl von Spieler die fähig sind die Erwartungen zu erfüllen. Dass heute die Situation noch etwas unstabil ist was das eingespielte Team anbetrifft, scheint mir normal. Trainer Petkovic zeigt gute Ansätze ein Team zu formen, welches für die Zukunft Hoffnung bringt, im Nationenranking ganz vorne mitzumachen. Noch etwas Geduld und die Zeit kommt bestimmt. Weiter so!
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  • Kommentar von René Obi, Zürich
    Bürki hab ich oft genug als Kung-Fu-Bürki betitelt. Gestern hat er gezeigt, dass er auch lernfähig ist und die Beine bei seiner Attacke zurückgezogen. Auch sonst eine hervorragende Leistung von ihm. Bravo. Ich will auch gerne meine Meinung über ihn revidieren. :-)
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