Das erwartet die Schweiz in Brasilien

Wenn am 12. Juni in São Paolo die Fussball-Weltmeisterschaft angepfiffen wird, ist auch die Schweiz mit dabei. Das Team von Ottmar Hitzfeld darf sich auf eine stimmungsvolle, aber organisatorisch herausfordernde Endrunde freuen.

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Die Schweiz fährt an die WM nach Brasilien

1:21 min, vom 11.10.2013

Nach mehr als einem halben Jahrhundert findet in Brasilien wieder eine Fussball-Weltmeisterschaft statt. Vom Heimteam, der «Seleção», wird dabei nichts Geringeres als der 6. WM-Titel erwartet. Brasilien möchte sich jedoch nicht nur auf sportlichem Parkett von seiner besten Seite präsentieren. Das 192-Millionen-Land will das Fussballfest auch für eine Imagepflege nutzen.

Denn in der Vorbereitung lief nicht alles rund. So sorgten Verzögerungen beim Bau der Stadien für Schlagzeilen und viele sahen nach Protesten die Sicherheit der Fans nicht mehr gewährleistet. Nati-Coach Ottmar Hitzfeld macht sich diesbezüglich jedoch keine grossen Sorgen. «Wir haben uns jederzeit sicher gefühlt und konnten unsere Arbeit planmässig verrichten», sagte er während seines Aufenthaltes beim Confederations Cup im Frühsommer.

Schweizer in Guarujá untergebracht

Logieren wird die Schweizer Nationalmannschaft im Casa Grande Hotel Resort & Spa auf der Insel Guarujá in der Nähe der Zehn-Millionen-Metropole São Paolo. Dort wird auf einer topmodernen Anlage trainiert, die derzeit noch im Bau ist und zu Beginn des kommenden Jahres fertiggestellt werden soll.

Für Ottmar Hitzfeld eine ideale Lösung, wie er kürzlich erklärte: «Das Trainingszentrum liegt nur fünfzehn Minuten vom Hotel entfernt. Ein ganz wichtiger Aspekt, denn wenn man zwei Mal pro Tag trainiert und der Platz dreissig Minuten entfernt ist, sitzt man zwei Stunden im Bus.»

Grosse Belastung für die Spieler

Auf lange Reisen müssen sich die Schweizer aber dennoch einstellen. Denn bereits vor der Gruppenauslosung am 6. Dezember in Salvador ist klar: Organisatorisch wird diese WM eine echte Herausforderung. «Die Uhren ticken anders als in Europa. Das Klima ist sehr belastend, die Flugreisen sind extrem. Die Spieltage und die Anreise am Tag vorher werden eine Wahnsinnsbelastung für die Spieler sein», sagte Deutschland-Coach Joachim Löw jüngst.