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Nationalmannschaft Das Warten von Bankdrücker Kasami

Pajtim Kasami ist bei Olympiakos Piräus zum Leistungsträger gereift. In der Nationalmannschaft sitzt der Mittelfeldspieler bei Ernstkämpfen aber meist auf der Ersatzbank - so wohl auch am Sonntag in Litauen.

Legende: Video «Wir müssen konzentrierter sein» - Kasami vor dem Litauen-Spiel abspielen. Laufzeit 01:04 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 13.06.2015.

Winterthur, GC, Liverpool, Rom, Bellinzona, Palermo, Fulham, Luzern, Piräus: Pajtim Kasamis Karriere-Stationen lesen sich wie ein Reiseführer durch die europäische Fussball-Landschaft. Dabei geht schnell vergessen, dass der Mittelfeldspieler erst 23 Jahre alt ist.

Trotzdem liegt der grösste Erfolg Kasamis bereits Jahre zurück: Als Teamstütze der U-17-Nati gewann er 2009 den WM-Titel. Nach einem langjährigen Auf und Ab ist der gebürtige Mazedonier bei Olympiakos wieder an der Spitze angekommen. Diesen Frühling feierte er in Griechenland das Double.

Ich besitzte das nötige Spielverständnis

In der A-Nati sitzt Kasami in den Ernstkämpfen - falls aufgeboten - meist auf der Bank. Erst 2 Einsätze in der EM-Quali hat er auf dem Konto. In Tests hingegen wurde er bereits 4 Mal eingesetzt, zuletzt beim 3:0 gegen Liechtenstein. Meist hinterliess er einen guten Eindruck.

Legende: Video Kasamis CL-Siegtor gegen Juve abspielen. Laufzeit 00:44 Minuten.
Aus sportlive vom 22.10.2014.

An Selbstvertrauen mangelt es nicht: «Ich kann den Rhythmus steuern und besitze das nötige Spielverständnis.» Sein bislang einziger Nati-Treffer datiert vom November 2013 im Test gegen Südkorea.

Dass Kasami durchaus ein Mann für wichtige Tore sein kann, bewies er letzten Herbst im Dress von Olympiakos. In der Champions-League-Gruppenphase gegen Juventus schoss er das 1:0-Siegtor.

Ich bin geduldig

Das Warten auf seinen 2. Nati-Treffer könnte am Sonntag in Litauen nach 576 Tagen ein Ende haben. Vorausgesetzt Vladimir Petkovic lässt Kasami spielen. «Ich setze ihn mit meinen Leistungen unter Druck», sagt Kasami am Tag vor dem Spiel, relativiert seine Ansprüche dann aber doch noch ein wenig: «Ich bin geduldig.»

Das Vertrauen des Trainers wäre wohl das grösste Geschenk – und ein passendes noch dazu: Kasami feierte beim Nati-Einzug am Dienstag vor einer Woche nämlich seinen Geburtstag.

Nationalteam with bro @admirmehmedi14 and on my Birthday#birthday, Link öffnet in einem neuen Fenster

Ein von Pajtim Kasami (@pajtimkasami) gepostetes Foto am

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 10.06.15, 20:00 Uhr.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie die Partie der Nati in Litauen am Sonntag live ab 20 Uhr auf SRF zwei und hier im Ticker. Auf Radio SRF 3 hält Sie stets auf dem Laufenden.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Jozef Pawlaczek, 8636 Wald
    Warum die Kommentatoren sagen oft: das ist ein Mazedonier, ein Türke, einer von Kosovo? Das sind doch alle Schweizer ! Fast alle sind in der Schweiz geboren und in der Schweizer Kultur aufgewachsen. Mir wäre nicht sympathisch immer zu hören: du bist kein Schweizer. Langsam kann bei den Leuten der Eindruck entstehen "ich bin im Prinzip kein Schweizer - das sagen doch Kommentatoren" J. Pawlaczek, nach dem Pass ein Schweizer aber in Polen geboren.
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      Wenn ich als Schweizer nach Polen gehe und die Staatsbürgerschaft beantrage, dann habe ich zwar den polnischen Pass, aber ich bin immer noch Schweizer. Ethnische Deutsche in Polen sind und bleiben Deutsche, auch wenn sie polnische Staatsbürger sind. Ein Kasami oder Mehmedi ist nun mal Mazedonier, egal welche Passnationalität sie für sich beansprucht. Wo ist hier das Problem?
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    2. Antwort von S. Gonzales, Mexiko
      Man sieht hier auch, wie Kasami nach dem Tor mit den Händen den Adler zeigt, ist ja auch nicht gerade ein Symbol das für die Schweiz steht ;) Zudem ist ihm auch nicht übel zu nehmen, dass auch wenn er auf dem apass Schweizer ist, warscheinlich im Herzen immer noch Kosavare ist
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