Die Nati-Spieler im Formcheck

23 Spieler hat Nati-Coach Vladimir Petkovic für das EM-Quali-Spiel gegen Estland vom Freitag und das Testspiel gegen die USA vom 31. März aufgeboten. Hier sehen Sie im Überblick, in welcher Form sich die Akteure befinden.

Tor

Yann Sommer (Mönchengladbach): Stammtorhüter im Dauereinsatz. Absolvierte in diesem Kalenderjahr sämtliche Partien von Lucien Favres Team – in Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League. Ist ein wertvoller Rückhalt im Kampf um die internationalen Plätze. Reist nach dem Sieg der Borussia bei den Bayern München mit breiter Brust ins Nati-Camp.

Roman Bürki (Freiburg): Ist in der Mannschaft von Christian Streich nach wie vor gesetzt. Steckt mit den Breisgauern im Abstiegskampf und zeigt dort regelmässig starke Leistungen. Wurde beim wichtigen Heimsieg am Samstag über Augsburg von der Sportnachrichtenagentur SID ins Team der Runde gewählt.

Marwin Hitz (Augsburg): Ist beim Überraschungsteam der Bundesliga die unumstrittene Nummer 1. Verpasste aufgrund einer Verletzung um den Jahreswechsel 9 Partien. Sorgte Ende Februar als aufgerückter Torhüter in der Nachspielzeit mit einem Treffer gegen Leverkusen für Aufsehen. Konnte am Wochenende die Niederlage in Freiburg nicht verhindern.

Verteidigung

Stephan Lichtsteiner (Juventus Turin): Steht mit seiner Mannschaft als einziger Schweizer Nationalspieler im Viertelfinal der Champions League. Gewohnt sicherer Wert im Kader des italienischen Meisters. War beim 1:0-Sieg der «Alten Dame» am Sonntag über Genoa an einem Spielzug beteiligt, der zu einem (von Tevez verschossenen) Penalty führte.

Silvan Widmer (Udinese): Kommt in Udine regelmässig zum Einsatz. Hat 2015 aufgrund einer Gelbsperre eine Partie verpasst. Ansonsten Stammkraft. Fiel in der Vorrunde mit zwei erzielten Treffern auf und kam auch am Sonntag gegen Fiorentina (2:2) einem Torerfolg nahe.

Johan Djourou (Hamburg): Ist als Ersatz-Captain gesetzt, hat seit Saisonbeginn nur ein Spiel verletzungsbedingt verpasst, kam in 24 von 26 Spielen zu einem Volleinsatz. Überzeugt zwar nicht immer, gehörte aber am Samstag beim 0:1 gegen die Hertha zu den besseren Hamburgern. Muss sich nach dem Wechsel von Josef Zinnbauer zu Peter Knäbel auf einen neuen Trainer einstellen.

Fabian Schär (Basel): Der Defensiv-Stratege erlitt beim 0:4 in der Champions League in Porto eine Sprunggelenk-Verletzung und gab am Samstag beim 4:1 des FCB in Luzern sein Comeback. Gehörte trotz einiger Offensiv-Akzente nicht zu den besten Baslern.

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HSV-Hertha

2:54 min, aus sportaktuell vom 20.3.2015

Fabian Lustenberger (Hertha Berlin): Befindet sich in starker Form und gehörte beim 1:0 in Hamburg zu den stärksten Herthanern - obwohl er nur eine Woche zuvor angeschlagen ausgewechselt werden musste. Dank dem «Dreier» seines Teams kann der Kapitän den weiteren Verlauf des Abstiegskampfs zumindest vorläufig etwas entspannter angehen.

Steve von Bergen (YB): Gehört zu den Teamleadern bei den Bernern und stösst dank der starken YB-Serie (12 SL-Spiele ohne Niederlage) selbstbewusst zur Nati. Hat sich von einer leichten Oberschenkelverletzung Anfang Monat erholt. Die Mitschuld am Punktverlust gegen Aarau bildet beim Captain den einzigen Wermutstropfen in den letzten Wochen.

Ricardo Rodriguez (Wolfsburg): Unumstrittener Stammspieler beim Bundesliga-2. Zeigt wie die gesamte Mannschaft eine tolle Rückrunde, erzielte gegen Freiburg per Penalty seinen bislang einzigen Treffer im Jahr 2015. Wurde aufgrund der Wolfsburger Dreifachbelastung im DFB-Pokal - und am Samstag auch in der Bundesliga - geschont.

François Moubandje (Toulouse): Steht mit dem Toulouse FC auf einem der drei Abstiegsplätze in Frankreichs Ligue 1. Kann dort selten brillieren, kam im Kalenderjahr 2015 bei 11 Ligue-1-Partien aber 8 Mal zum Einsatz.

Mittelfeld und Angriff

Valon Behrami (Hamburg): Seine Kämpferqualitäten sind beim Bundesliga-Dino aus Hamburg gefragt. Kam nach Knieproblemen 2015 erst zu drei Bundesliga-Einsätzen, fiel vor allem bei seinem Comeback gegen Borussia Dortmund mit hartem Einsatz auf.

Gelson Fernandes (Rennes): Gehört zum Stammpersonal in Rennes, liegt mit seiner Mannschaft derzeit im gesicherten Mittelfeld der Ligue 1. Kam 2015 bei sämtlichen Auftritten seiner Mannschaft zum Einsatz.

Fabian Frei (Basel): Hatte nach seinen Sternstunden in der Champions League (Tor gegen Liverpool, Assist im Hinspiel gegen Porto) in der Meisterschaft nicht nur Top-Auftritte. War in der vorletzten SL-Runde leicht angeschlagen, spielte am Samstag in Luzern aber wieder durch. Über seine Zukunft (im Ausland?) wird immer häufiger spekuliert.

Gökhan Inler (Napoli): Befindet sich mit seinem Team im Kampf um einen Champions-League-Platz. Scheint nach drei schwierigen Monaten (nur 3 von 12 möglichen Serie-A-Einsätzen zwischen Dezember und Februar) das Vertrauen von Coach Benitez wieder erlangt zu haben.

Pajtim Kasami: (Olympiakos Piräus): Steht mit seinem Team an der Spitze der griechischen Meisterschaft. Ist aus Sicht von Coach Pereira kein unverzichtbarer Stammspieler: Neben 8 Volleinsätzen in heimischer Liga und Europa League musste er seit Jahresbeginn auch schon 11 Mal ganz oder teilweise auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Granit Xhaka (Mönchengladbach): Reift in der Bundesliga zum Leader. Im Jahr 2015 musste er aufgrund einer Gelbsperre einmal aussetzen, absolvierte die weiteren acht Bundesliga-Spiele über die volle Spielzeit. Gilt als wichtige Stütze des Favre-Teams und verdiente sich beim 2:0-Erfolg in München gute Noten.

Blerim Dzemaili (Galatasaray Istanbul): Bewegt sich in der Türkei bisweilen etwas ausserhalb des Radars. Konnte sich nach überstandener Oberschenkelverletzung den Stammplatz im Team nicht zurückerkämpfen. Kam zuletzt in vier Partien auf gerade einmal 26 Minuten Spielzeit. Durfte im türkischen Pokal Anfang März durchspielen und erzielte einen Treffer.

Xherdan Shaqiri (Inter Mailand): Der Leader der Nationalmannschaft kommt in der Serie A und in der Europa League regelmässig zum Einsatz. Nati-Coach Petkovic dürfte erleichtert festgestellt haben, dass die jüngste Blessur des Internationalen keine lange Pause nach sich zieht.

Valentin Stocker (Hertha Berlin): Kommt beim Hauptstadtklub immer besser in Fahrt und gehört zu den besten Vorbereitern der Bundesliga. Brillierte gegen Schalke (2:2) mit einem inspirierten Auftritt und zwei Assists und verpasste gegen Hamburg (1:0) sein erstes Tor seit 7 Monaten nur knapp.

Admir Mehmedi (Freiburg): Hat nach der starken Vorsaison (12 Tore, 4 Assists) seit Sommer Ladehemmung. Trat in der Bundesliga seither nur noch je einmal als Schütze und Vorlagengeber in Aktion. Hat im Frühling drei Spiele aufgrund einer Verletzung am Sprunggelenk verpasst, die letzten drei Bundesliga-Auftritte jedoch über die volle Distanz gespielt.

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Seferovics Tor

0:41 min, vom 21.3.2015

Josip Drmic (Leverkusen): Kam in der Rückrunde vermehrt für oder an der Seite von Stefan Kiessling zum Einsatz. Trotz eines Doppelpacks gegen Stuttgart (4:0) in der Vorwoche musste er am Samstag gegen Schalke (0:1) pausieren. Stand beim unglücklichen Out in der Champions League gegen Atletico Madrid beim Penaltyschiessen nicht mehr auf dem Feld.

Haris Seferovic (Frankfurt): Hatte nach seinem starken Jahresabschluss (4 Tore in 5 Spielen) eine 9 Matches andauernde Torflaute, ehe er am Samstag beim 1:3 gegen Stuttgart seinen 1. Treffer des Jahres 2015 erzielte. Hält sich mit der Eintracht einigermassen von der Abstiegszone fern.

Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 20.3.15, 22:20, 21.3.15, 22:30