Die Schweiz mit Nullnummer auf Zypern

Die Schweizer Nationalmannschaft hat sich im WM-Qualifikationsspiel auf Zypern mit einem 0:0 begnügen müssen. Chancen auf Tore erarbeitete sich die Nati zur Genüge, doch der Abschluss erwies sich als ihre Schwäche. Die Zyprer beklagten einen Pfostenschuss.

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Highlights Zypern - Schweiz («sportlive»)

4:05 min, vom 23.3.2013

Ein Sieg auf Zypern ist Pflicht - waren sich Spieler und Trainer der Schweiz vor dem 5. WM-Qualifikationsspiel einig. Doch das Vorhaben konnte nicht in Tat umgesetzt werden. Die Nati kam in Nikosia vor trostloser Kulisse nicht über ein 0:0 hinaus, baute aber immerhin ihre Serie der Ungeschlagenheit auf 8 Spiele aus.

Dieses Faktum dürfte angesichts der klaren Ausgangslage (Schlusslicht gegen Leader) und der mehreren guten Torchancen der Schweizer jedoch nur ein schwacher Trost sein.

Die Effizienz als grosse Schwäche

In der Schlussphase rannte die Nati an, doch das erlösende Tor wollte nicht fallen. Zunächst traf der äusserst aktive Valentin Stocker statt das leere Tor nur das Aussennetz. Dann scheiterte Haris Seferovic, der anstelle Eren Derdiyoks in der Startelf stand, aus kurzer Distanz. In der 94. Minute schliesslich verfehlte der Schuss des eingewechselten Derdiyoks das Gehäuse nur knapp. Es war der letzte Eintrag in die lange Liste der vergebenen Chancen.

Zuvor war es vor allem Xherdan Shaqiri, der das Skore mehrmals hätte eröffnen können. Doch der Bayern-Spieler traf unbedrängt aus 11 Metern (15.) nicht und verpasste in Minute 28 eine Hereingabe vor dem verwaisten gegnerischen Tor. Die wohl grösste Möglichkeit vergab Stocker, als er nach einer halben Stunde alleine auf das Tor der Zyprer zulief und uneigennützig auf Seferovic ablegte - doch das Zuspiel war zu ungenau. 

Pfostenschuss Zyperns

Es war nicht so, dass die Schweizer den Gegner an die Wand spielte. Dazu fehlten die Klasse und die zündenden Ideen. Die Gastgeber setzten immer mal wieder Nadelstiche. Konstantinos Makridis sah in der 34. Minute seinen Schlenzer an den Pfosten klatschen. Im Tor der Nati hatte Yann Sommer in seinem 1. Ernstkampf allerdings nicht sonderlich viel zu tun.

Die Schweiz muss sich nach dem Auftritt auf Zypern an der eigenen Nase nehmen. Fast schon fahrlässig wurde die Chance vergeben, in der Rangliste der Gruppe E ein beruhigendes Polster auf den Zweitklassierten (Island) herzustellen. Nach der Hälfte der Qualifikation beträgt die Reserve des Teams von Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld, der auf Zypern seine 1. von 2 Spielsperren absass, 2 Punkte. Am 8. Juni empfängt die Nati in Genf Zypern zum «Rückspiel» - ein Sieg ist dann Pflicht.