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Nationalmannschaft Drmic: Der Schweizer Stürmer der Stunde

Josip Drmic hat sich in der Bundesliga bei Nürnberg innert kürzester Zeit etabliert. Der 21-jährige Stürmer trifft regelmässig und will jetzt auch in der Nati auf sich aufmerksam machen.

Legende: Video Drmic auf dem Weg nach oben («sportlounge» vom 3.3.2014) abspielen. Laufzeit 5:12 Minuten.
Vom 03.03.2014.

«Ein wenig überrascht war ich schon, wie leicht ich mich in der Bundesliga zurechtgefunden habe», gesteht Josip Drmic. Der 21-jährige Stürmer hat bei Nürnberg einen Traumstart hingelegt - aus persönlicher Sicht. Die Franken kämpfen gegen den Abstieg, Drmic ist ihr Hoffnungsträger.

11 Tore erzielte der technisch versierte, pfeilschnelle und spielfreudige Schweizer in den 22 Liga-Partien. Nur 5 Spieler trafen öfter als er. Sein wohl überlegter Wechsel vom FC Zürich zu den Franken im Sommer hat sich ausbezahlt. Drmic wählte keine der ganz grossen Adressen in der Bundesliga, dafür hatte er in Nürnberg die Chance, regelmässig zu spielen.

Wenig Einsätze in der Nati

Aktuell aber gilt Drmics Fokus voll und ganz der Schweizer Nati. Dank seinen Leistungen in der Bundesliga befindet er sich im Rennen um einen WM-Platz gegenüber den anderen Stürmern Admir Mehmedi, Haris Seferovic, Mario Gavranovic, Innocent Emeghara, Eren Derdiyok oder Nassim Ben Khalifa in einer starken Ausgangslage.

In der Nati ist Drmic nämlich noch nicht richtig angekommen. Erst vier Einsätze für das A-Team stehen zu Buche, in der WM-Quali kam Drmic dreimal, gesamthaft nur während 88 Minuten, zum Einsatz. «Auf der Bank zu sitzen, war nicht einfach. Doch ich wusste, dass meine beharrliche Arbeit irgendwann belohnt wird», so Drmic.

Legende: Video Fussball: Josip Drmic vor dem Kroatien-Spiel abspielen. Laufzeit 3:00 Minuten.
Vom 03.03.2014.

Eine Gelegenheit, aber keine entscheidende

Im Testspiel gegen Kroatien darf er mit einem Einsatz von Beginn an rechnen. «Ich bin bereit, um diese Gelegenheit zu nutzen und werde alles geben», verspricht er.

Entscheidend dafür, wer in Brasilien im Sommer für die Schweiz auf Torejagd geht, dürfte der Abend in St. Gallen aber nicht sein. «Trainer Ottmar Hitzfeld kennt meine Qualitäten sowieso gut», ist Drmic überzeugt.

Der Coach selbst ist froh, dass sich Drmic und mit Mehmedi (Freiburg) ein weiterer Bundesliga-Söldner einer guten Form erfreuen. «Das gibt mir viele Möglichkeiten im Sturm. Ich habe die Qual der Wahl, was mir viel lieber ist, als darauf zu hoffen, dass meine Stürmer in Form kommen», erklärt Hitzfeld.

Legende: Video Fussball: Hitzfeld zur Situation im Sturm abspielen. Laufzeit 1:20 Minuten.
Vom 03.03.2014.

«Auf dem Weg zum Top-Stürmer»

Anders als Drmic war Hitzfeld nicht überrascht von dessen Bundesliga-Einstand: «Dass er schnell und torgefährlich ist, hatte er schon beim FCZ gezeigt.» Hitzfeld fordert von Drmic weitere Fortschritte. «Er hat sich physisch und im Kombinationsspiel weiterentwickelt. Noch ist er kein absoluter Top-Stürmer, aber er ist auf dem Weg dazu.» Ein Länderspiel und eine knappe halbe Bundesliga-Saison bleiben Drmic, um Hitzfeld weiter zu überzeugen.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Das Testspiel zwischen der Schweiz und Kroatien können Sie am Mittwoch ab 20:00 Uhr auf SRF zwei und hier im Livestream mitverfolgen.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Es wäre zu schön, wenn Drmic auch in der Nati zünden und endlich mal wieder ein gefährlicher Stürmer auf dem Platz stehen würde. Was wir momentan im Sturm aufzubieten haben, ist erbärmlich. Emeghara, Derdiyok und Ben Khalifa sollten schon gar nicht mehr im Aufgebot sein.
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    1. Antwort von Phil Schmid, Luzern
      Also ich denke mit Seferovic, Drmic, Mehmedi und Gavranovic sollte es ja eigt. genug Optionen für einen ''gefährlichen'' Stürmer geben. Ich bin nicht der Meinung, dass wir ''erbärmliche'' Stürmer besitzen. Sonst wäre die schweizer Nationalmannschaft ja wohl auch nicht sooo gut klassifiziert.
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  • Kommentar von Raffi, Nirgendwo
    Und wenn Hitzfeld wieder nur rumjammert wir hätten keine international erfahrene Stürmer krieg ich die Krise. Wie 2010 wo er Bunjaku, der auch eine tolle Saison mit Nürnberg gespielt hatte, nur auf der Bank verfaulen liess. Während sein Liebling, Alex Frei der kleine Querolant, und dessen Jugend-freunde spielten. Mal ehrlich, Frei ist 2008 zurück zum FCB weil er schon damals nicht mehr gut genug war für die Bundesliga. Und der war noch Captain der Nati, lächerlich!
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