Zum Inhalt springen

Nationalmannschaft Drmic und Shaqiri schiessen Nati zum glücklichen Sieg

Die Schweiz hat in der EM-Qualifikation bei Aussenseiter Litauen die budgetierten drei Punkte eingefahren. Mit dem 2:1 wurde die Nati für einen über weite Strecken bescheidenen Auftritt reich belohnt. Josip Drmic und Xherdan Shaqiri trafen für die Petkovic-Elf.

Legende: Video Highlights Litauen-Schweiz abspielen. Laufzeit 4:36 Minuten.
Vom 14.06.2015.

Das 0:1 war der Weckruf: Eine gute Stunde lang hatte die Nati im LFF-Stadion von Vilnius einen unkonzentrierten Auftritt geboten. Nach 64 Minuten profitierte der Litauer Fiodor Cernych von einer Desorientierung Johan Djourous und traf für die spielerisch bescheidenen Gastgeber gar zur Führung.

Erst danach legten die favorisierten Schweizer auf dem Kunstrasen einen Zahn zu. Josip Drmic, der die grösste Chance der 1. Halbzeit vergeben hatte, drückte den Ball nur 5 Minuten später nach Vorarbeit Xherdan Shaqiris und Fabian Schärs zum Ausgleich über die Linie.

Shaqiri bester Mann

Die Nati hielt den Rhythmus aufrecht. Mit Erfolg: Shaqiri, der tempostärkste Spieler auf dem Platz, netzte gleich zweimal ein. In der 81. Minute wurde sein vermeintliches Siegestor wegen Offsides noch aberkannt, drei Minuten später war das 2:1 dennoch Tatsache.

Petkovics clevere Einwechslungen

Für den Siegtreffer benötigte die Schweiz 4 Ballkontakte: Yann Sommer lancierte Fabian Schär, der über das halbe Feld sprintete und Breel Embolo bediente. Der junge Basler leitete direkt auf Shaqiri weiter, der abgeklärt zur Entscheidung traf. Embolo wurde nur wenige Minuten vor dem 2:1 eingewechselt und ist nach seinem Pflichtspieldebüt nun offiziell Schweizer Nati-Spieler.

Schon mit der Einwechslung von Blerim Dzemaili hatte Coach Vladimir Petkovic ein glückliches Händchen bewiesen. Der Mittelfeldakteur bewirkte gegen vorne deutlich mehr als Captain Gökhan Inler, der für ihn vom Platz musste.

Legende: Video Djourous Fauxpas abspielen. Laufzeit 0:25 Minuten.
Vom 14.06.2015.

Letztlich war es ein mühevoller, aber aufgrund der Spielanteile verdienter «Dreier», mit dem die Nati in der EM-Quali-Gruppe E auf den 2. Rang vorstösst. Dennoch ist im kapitalen Heimspiel vom 5. September gegen das bedeutend stärkere Slowenien eine Steigerung nötig.

Djourous missglückte Aktionen

In der eigentlich selten geforderten Defensive machte Johan Djourou eine unglückliche Figur. Er war am Gegentreffer mitschuldig und hatte schon in der 1. Halbzeit eine litauische Grosschance verursacht, die Vykintas Slivka aber nicht nutzen konnte.

Relativierend für die fehleranfällige Schweizer Darbietung müssen die äusseren Bedingungen angeführt werden: Neben dem ungewohnten Kunstrasen auch Stromprobleme im Stadion, die für diffuses Licht sorgten.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 14.6.15, 20:00 Uhr

38 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Am Schluss wird zusammengezählt, erst dann werde ich mir ein Urteil bilden , aber gestern habe ich enorm gelitten , und die Fussballexperten hier im Forum, die so optimistische Meinungen und Lobhudelei von sich geben, haben vermutlich nur das Ergebnis gesehen oder eine vom Biergenuss vermischte Fata Morgana , jedoch nicht jeden Spielzug der Gegner und der Eigenen Helden , sonst müssten sie besser danke Fussballgott sagen .
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Lino, Winterthur
    Die Leistung war unbefriedigend - viele waren nicht auf ihrem Niveau. Die Kritik ist berechtigt. Kritik, wie sie hier geübt wird aber nicht. Habt ihr Ger-GIb die 1.HZ gesehen? England, Frankreich, Brasilien, Spanien - alle hatten Mühe nach einer langen Saison das Spiel zu machen. Österreich musste das Spiel in Russland nicht machen. Wir haben eine tolle Mannschaft, die sich noch entwickelt und selbst nicht zufrieden war. Einfach mal etwas positiver bleiben und nicht gleich alles schlecht reden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fabio Del Bianco, Spiez
    Es war eines dieser Spiele, welches ein sogenannt "Großer" gegen einen sogenannt "Kleinen" einfach gewinnen MUSS. Das hat die CH-Nati letztlich getan. Heute schon interessiert die Art und Weise NIEMANDEN mehr. 3 Pkt. mussten es sein; 3 Pkt. wurden es! Meiner Meinung nach, sollte Vladimir Petkovic, Breel Embolo früher bringen. Seine Kreativität und seine Qualität sind essenziell für die CH-Nati. Sein Pass zum 2-1 war magistral und keine Sekunde zu früh (sonst wäre es Offside gewesen) gespielt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen