Kasami: «3 Punkte und ein wenig Ruhe»

Die ersten Tore sind gefallen, die ersten Punkte im Trockenen. Die Schweizer Nati hat den budgetierten Sieg in San Marino problemlos eingefahren. Werbung in eigener Sache betrieb in Serravalle vor allem Pajtim Kasami.

Beim Auswärtsspiel in Slowenien (0:1) reichten Pajtim Kasami die 9 Minuten Einsatzzeit nicht, um für Akzente zu sorgen. In San Marino durfte der 22-Jährige von Beginn weg ran und rechtfertigte seine Nomination mit einer guten, auffälligen Vorstellung.

«Ich bin dankbar für das Vertrauen des Trainers. Es ist mir gelungen, mein Spiel zu machen», analysierte Kasami nach Spielende. Der Mittelfeldmann war beim 4:0-Sieg in der Tat ein belebendes Element. Beim 1:0 durch Haris Seferovic (10.) zeichnete er sich als Vorbereiter aus, in der 21. Minute hämmerte er das Leder an die Latte. Mit seiner Torgefährlichkeit und Zweikampfstärke ist Kasami für die nächsten Spiele eine Option in der Offensive.

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Kasamis Assist und Lattentreffer

0:54 min, vom 14.10.2014

Balsam für die Mannschaft

In erster Linie war Kasami nach dem 1. Quali-Sieg erleichtert. «Klar, wir hätten ein bis zwei Tore mehr erzielen können. Aber wichtig sind die ersten 3 gewonnenen Punkte. Der Sieg und die Tore tun der ganzen Mannschaft gut. Ich bin glücklich, es bringt auch ein wenig Ruhe ins Team.»

Die Wichtigkeit des Erfolgserlebnisses unterstrich auch Nati-Trainer Vladimir Petkovic. «Wir haben einen Sieg gefeiert, mehrere Tore geschossen und Moral für die nächsten Spiele getankt.» Mit den ersten 60 Minuten des Spiels sei er zufrieden, insbesondere mit Hälfte eins. «Da haben wir viele Chancen herausgespielt. Nach dem 3:0 verloren wir dann etwas den Rhythmus.» Am Ende zählte nur der Sieg - die Pflicht wurde erfüllt.

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Interview mit Silvan Widmer

0:43 min, vom 14.10.2014

Widmer mit Debüt und «Beinahe-Story»

In Erfüllung gegangen ist in Serravalle der Traum von Silvan Widmer. Der Abwehrspieler von Udinese feierte bei seinem halbstündigen Einsatz sein Länderspiel-Debüt. «Es ist etwas Unglaubliches, das werde ich mein ganzes Leben lang nicht vergessen», so der Aargauer. Beinahe hätte er sich sogar noch in die Torschützenliste eingetragen. «Das wäre eine Story gewesen», schmunzelte der 21-Jährige. Er hoffe, nochmals eine Chance zu kriegen, «dann mache ich es besser».

Die Chancen auf weitere Einsätze dürften bei Kasami besser stehen als bei Widmer, der auf der rechten Seite Stephan Lichtsteiner vor sich hat. Am 15. November empfängt die Nati im 4. und letzten Quali-Spiel des Jahres Litauen. Ein Sieg wird auch da Vorgabe sein. Mit oder ohne Kasami und Widmer.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 14.10.14, 20:00 Uhr

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San Marino-Schweiz: Live-Highlights

5:13 min, vom 14.10.2014