Zum Inhalt springen

Nationalmannschaft Klubwechsel: Des einen Freud' - des anderen Leid

Josip Drmic und Yann Sommer sind mit völlig unterschiedlichen Gemütslagen ins Nati-Camp eingerückt. Während der Angreifer bei Leverkusen ein Reservisten-Dasein fristet, wurde der Torhüter bei Mönchengladbach auf Anhieb Teamstütze und Publikumsliebling.

Legende: Video Interview mit Josip Drmic abspielen. Laufzeit 2:05 Minuten.
Vom 13.11.2014.

Nach 17 Toren für den 1. FC Nürnberg in der vergangenen Saison sah sich Josip Drmic im Sommer bereit für den nächsten Entwicklungsschritt. Der Angreifer wechselte vom Absteiger zum Champions-League-Teilnehmer Leverkusen. Bei der «Werkself» kommt der 22-Jährige bislang aber nicht über die Rolle des Ergänzungsspieler hinaus.

Drmic: «Muss es akzeptieren»

«Man ist natürlich nicht zufrieden, wenn man nicht spielt», macht Drmic keinen Hehl aus seiner Gemütslage. In der laufenden Bundesliga-Spielzeit kommt der ehemalige FCZ-Goalgetter nur gerade auf knapp 200 Spielminuten. «Ich wäre sehr, sehr glücklich, hätte ich etwas mehr Einsatzzeit. Nun muss ich es halt so akzeptieren, wie es ist.»

Sommer im Hoch

Ganz anders sieht die Situation bei Yann Sommer aus. Er fand sich nach seinem Transfer im Sommer von Basel nach Mönchengladbach auf Anhieb zurecht. «Bei so einem Wechsel kommen viele neue Dinge auf einen zu. Ich versuchte, möglichst relaxed an die Sache heranzugehen», verrät Sommer sein Erfolgsrezept.

Im Gegensatz zu Drmic hatte Sommer ein Mammutpensum zu absolvieren und bestritt bereits 19 Pflichtspiele. Der hohe Rhythmus bereite ihm keine Probleme, meint der 25-jährige Keeper, «schliesslich kenne ich das noch vom FC Basel. Ausserdem kann ich neben dem Feld gut abschalten».

Besseren Aussichten in der Nati

Nach dem Rücktritt von Diego Benaglio ist Sommer nun auch in der Nationalmannschaft eine Stammkraft. So weit ist Drmic zwar noch nicht, doch im Gegensatz zur Klubebene stehen seine Chancen in der Landesauswahl nicht schlecht, gegen Litauen in der Startelf zu stehen.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 13.11.2014, 18:45 Uhr.

Legende: Video Yann Sommer vor dem Spiel gegen Litauen abspielen. Laufzeit 3:48 Minuten.
Vom 13.11.2014.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Fabio Del Bianco, Spiez
    Hätten die Schweizer Innenverteidiger nur halb soviel Klasse wie auf der Schweizer- Torhüterposition, dann wäre diese EM-Qualifikation ein "gemütlicher Spaziergang".
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Oliver Walther, Bern
    Drmic soll sich mal am Reimen reissen. Es kommt ja nicht irgendwoher, dass er nicht so oft spielt, denn der Trainer kam auf diese Saison neu und es hat für alle Stammspieler wieder bei Null angefangen. Klar ist er neu im Verein, aber dann musst du umso mehr Leistung bringen und zeigen, dass man sich aufdrängen möchte.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Caio Aufdensetzer, Zürich
    Ich habe nicht daran gezweifelt, dass sich Sommer in der Bundesliga durchsetzt. Ebenso wenig wie Bürki. Schade dass er nicht einmal erwähnt wird. Ist ebenso Publikumsliebling und spielt Weltklasse. Obwohl er mit Freiburg nicht europäisch spielen kann, wurde er dennoch zum besten europäischen(!) Goalie der Runde ausgezeichnet (nach Eurosport)! Erhielt in der Schweiz leider viel zu wenig Anerkennung, nur weils dem SCF nicht all zu Rund läuft...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Silberling, Silberland
      Bürki wird bereits als mögliche Nachfolge von Roman Weidenfeller gehandelt (neben Kevin Trapp). Ich gehe davon aus, das wir in den nächsten Jahren einen heissen Kampf zwischen Sommer und Bürki für den Nati Stammplatz erleben dürfen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen