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Nationalmannschaft Lichtsteiner sieht keinen Grund zur Panik

Der geschonte Stephan Lichtsteiner hat seine Nati-Teamkollegen nach dem enttäuschenden 0:1 am Karfreitag in Dublin in Schutz genommen.

Auf dem Feld ist er der Mann der deutlichen Gesten und bekannt für seine kompromisslose Linie. Neben dem Rasen kann Lichtsteiner aber auch moderate Töne anschlagen. Im Stil eines smarten Diplomaten relativierte der Verteidiger den schwachen Auftritt seiner Kollegen.

In Topform ist er für uns natürlich Gold wert, weil er jederzeit den Unterschied machen kann.
Autor: Stephan Lichtsteinerüber Xherdan Shaqiri

Im Gegensatz zu Vladimir Petkovic spielte Lichtsteiner verbal nach dem enttäuschenden 0:1 gegen die Iren nicht direkt auf Mann und Team: «Es war nicht alles perfekt, aber das ist normal, wenn man sich nach 4 Monaten wieder trifft.»

Legende: Video «Live-Highlights Irland - Schweiz» abspielen. Laufzeit 3:08 Minuten.
Vom 25.03.2016.

Den Teufel nicht an die Wand malen

Die 90 schwierigen Minuten mochte der 79-fache Internationale generell nicht überbewerten. Er halte es nicht für nötig, zweieinhalb Monate vor der Endrunde in Frankreich alles infrage zu stellen und sich Sorgen zu machen: «Man muss den Teufel nicht an die Wand malen. So schlecht sieht es nicht aus.»

Mit halbem Herz und gewissen Defiziten im kämpferischen Bereich hätten sie gespielt, hatte Petkovic seinem Ensemble in der ersten Verärgerung vorgehalten. Lichtsteiner differenzierte: «Es ist klar, dass man mental in einem Testspiel etwas nachlässt. Das geschieht nicht mit Absicht, sondern unbewusst.»

Er kann die Seitenwechsel auslösen, aber wenn niemand anspielbar ist, wird es schwierig für ihn.
Autor: Stephan Lichtsteinerüber Granit Xhaka

Im ersten Spiel ohne Gökhan Inler verteidigte der Juventus-Star notabene explizit die Zentrale im defensiven Mittelfeld. «Valon und Granit haben versucht, das Spiel anzukurbeln.» Speziell Xhaka nahm er in Schutz: «Es war kein schlechtes Spiel von ihm. Das Spiel gestern kam ihm nicht entgegen. Er kann die Seitenwechsel auslösen, aber wenn niemand anspielbar ist, wird es schwierig für ihn.»

Nati braucht Shaqiri

Lichtsteiner machte vor allem Schwächen beim Spiel zwischen den Linien aus. Man habe viel Ballbesitz gehabt, aber sei nicht zwingend gewesen. Dass mit Xherdan Shaqiri das kreativste Element fehlte, war augenscheinlich.

«In Topform ist er für uns natürlich Gold wert, weil er jederzeit den Unterschied machen kann», sagt Lichtsteiner. Es sei deshalb wichtig, dass der Stoke-Legionär jetzt nichts riskiere und Ende Saison topfit sei.

Der Schweizer Fahrplan zur EURO 2016

Datum
Das steht auf dem Programm
Ort
29.3. – 20:30 UhrSchweiz - Bosnien Zürich
22.5.Start Trainingscamp Lugano
28.5. – 16:15 UhrSchweiz - Belgien Genf
31.5.Deadline 23-Mann-Aufgebot Uefa
3.6. – 18:00 UhrSchweiz - MoldawienLugano
6.6.Start EURO-CampMontpellier-Juvignac
EURO-Gruppenphase
11.6. – 15:00 UhrAlbanien - Schweiz Lens
15.6. – 18:00 UhrRumänien - SchweizParis
19.6. – 21:00 UhrSchweiz - Frankreich Lille

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 25.3.16, 20:30 Uhr

8 Kommentare

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  • Kommentar von jean passant, thun
    Alles kein Problem, nur nicht den Teufel an die Wand malen, das ist wahrlich eine profunde Analyse des Spiels. Irgendwie finde ich diese Nati toll. Sie haben seit langer Zeit nicht ein einziges gutes Spiel gezeigt, aber werden nach wie vor als grosses Versprechen gehandelt. Als Normalarbeitsnehmer können wir nur von ihnen lernen, anstrengen lohnt sich nicht, das Geld erhält man ohnehin.
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  • Kommentar von Daniele, Obergösgen
    Lichtsteiner bestätigt mit seinem Interview. Das unsere Nati wie der Werbepartner VW ist, grosse Versprechungen und nichts dahinter. man sagt ja das Werbeprodukt muss mit dem "Star" sich Identifiziert. Nie hat diese Symbiose so gestimmt wie in dem Fall. Wie will man von Spielern Spielintelligenz verlangen, wenn doch die meisten kaum einen deutschen Satz richtig sprechen können, gilt auch für die sogenannten "Schweizer Spieler"!
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    1. Antwort von Mike Brunner, Lachen
      Die für den Erfolg besonders relevante Sprachkompetenz der Fussballer anprangern, selbst jedoch kein korrekter Satz formulieren können... da muss man einfach gratulieren!
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    2. Antwort von M.Keller, Olten
      Sehr richtig erkannt, Herr Brunner. Aber unsere Nati-Spieler sollten eigentlich gar nicht reden sondern Fussball spielen und Herrn Daniele aus Obergösgen seien seine Fehler doch verziehen. Es geht bei manchen einfach nicht besser ;)
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    3. Antwort von stefan meier, banglamung
      @Daniele: Seit wann hat Spielintelligenz im Fussball etwas mit normaler Intelligenz zu tun?
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  • Kommentar von Michael, Bern
    Das peinlichste ist doch, dass sich die CH-Truppe auch noch selbst als Geheimfavorit auf den EM-Titel sieht. "Haben eine grosse Zukunft vor uns"? Mit wem den?
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