Zum Inhalt springen

Nationalmannschaft «Manchmal kriegt man eins auf den Deckel»

Lange musste Timm Klose in Wolfsburg unten durch. Mit einem starken letzten Saisonviertel für die «Wölfe» machte sich der Verteidiger aber auch für die Nati wieder zum Thema und könnte bereits im Testspiel gegen Liechtenstein am Mittwoch auf dem Platz stehen.

Legende: Video «Es war eine schwierige Zeit» abspielen. Laufzeit 2:45 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 09.06.2015.

Im Sommer 2013 wollte Timm Klose seine Karriere eigentlich so richtig ins Rollen bringen. Nach 2 Jahren in Nürnberg wechselte der Verteidiger damals mit grossen Ambitionen nach Wolfsburg. Doch schnell wurde klar, dass der Basler bei den Niedersachsen einen schweren Stand haben wird. Statt Stammplatz hiess die Realität für Klose Ersatzbank – nur 2 Partien bestritt er in seiner ersten Bundesliga-Saison über die volle Distanz.

Irgendwann kommt die Chance und dann muss man sie nutzen können

Doch Kloses Durchhaltewille sollte sich auszahlen. Nach eineinhalb schwierigen Jahren schenkte Trainer Dieter Hecking dem 27-Jährigen im letzten Viertel dieser Saison das Vertrauen. Und Klose dankte es ihm mit überzeugenden Auftritten, gehörte im Pokal-Wettbewerb, der im Triumph gipfelte, sowie in der Liga plötzlich zu den Stammkräften.

Nati-Aufgebot als Lohn für harte Arbeit

Die Aufwärtstendenz des Innenverteidigers blieb auch Nationaltrainer Vladimir Petkovic nicht verborgen. So steht Klose, der zuletzt für die WM-Qualifikation im September 2013 aufgeboten wurde, wieder im Kader der Nationalmannschaft. «Das Aufgebot bestätigt das, wofür ich gearbeitet habe», meint dieser bestimmt. Im Test gegen Liechtenstein am Mittwoch dürfte Klose an der Seite von Johan Djourou sogar in der Startformation stehen.

Manchmal kriegt man eins auf den Deckel und muss wieder neu beginnen

Rückblickend sieht Klose in seiner schwierigen Anfangszeit in Wolfsburg durchaus positive Aspekte: «Ich habe mich mental weiterentwickelt und meinen Charakter stärken können». Ob er seinen Lauf auch in der Nati langfristig fortsetzen kann, wird sich weisen.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 09.06.15 18:45 Uhr

Mögliche Aufstellung der Nati gegen Liechtenstein

Hitz (Augsburg); Lichtsteiner (Juventus Turin), Klose (Wolfsburg), Djourou (Hamburger SV), Rodriguez (Wolfsburg); Kasami (Olympiakos Piräus), Inler (Napoli), Xhaka (Borussia Mönchengladbach); Shaqiri (Inter Mailand), Seferovic (Eintracht Frankfurt), Stocker (Hertha Berlin).

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Das Testspiel der Nati gegen Liechtenstein können Sie am Mittwoch ab 20:00 Uhr live auf SRF zwei oder auf www.srf.ch/sport verfolgen.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Freut mich für Timm Klose. Er ist das Gegenteil von Shaqiri - er musste sich in seinem Club erst in die Stammelf kämpfen, ehe er auch für die Nati wieder berücksichtigt wurde. Ein Shaqiri hockt seit 3 Jahren in Deutschland und Italien auf der Bank und hat seinen Stammplatz in der Nati trotzdem auf sicher, obwohl er auch dort nur selten glänzt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Franz Huber, Bülach
      Das liegt daran, dass wir in der Schweiz traditionell sehr viele gute Defensiv Spieler haben. Im krassen Gegensatz dazu stehen die Offensiv Spieler. Da haben wir meist sehr wenige die auf Internationalem Niveau was bewegen kann. Da muss noch einer zeigen, dass Er mehr bringt für die Offensive der Nati als Shaqiri. Allerdings sollte der Trainer Shaq verbieten stehende Bälle von der linken Seite auszuführen. Da haben wir Ricardo Rodriguez, auch bekannt als der Flankengott. Hopp Schwyz
      Ablehnen den Kommentar ablehnen