Moubandje: «Dafür habe ich hart gearbeitet»

Für die EM-Qualifikations-Spiele gegen Slowenien und San Marino hat Coach Vladimir Petkovic erstmals François Moubandje aufgeboten. Der gebürtige Kameruner empfindet die Nomination als Lohn für jahrelange harte Arbeit.

François Moubandje bei seinem ersten Nati-Training.

Bildlegende: Freudige Premiere François Moubandje bei seinem ersten Nati-Training. EQ Images

Für viele kam das Aufgebot von François Moubandje überraschend. Nati-Trainer Vladimir Petkovic findet die Wahl des Aussenverteidigers als Backup für Ricardo Rodriguez jedoch nur logisch. «Er ist bei Toulouse Stammspieler und gibt mir Möglichkeiten im taktischen Bereich», erklärte der Coach. Zwar ist Moubandje eigentlich auf der linken Seite gross geworden, er kann aber auch in einer zentralen Position eingesetzt werden.

Moubandje: «Endlich zahlt sich der Aufwand aus»

Bei Moubandje war die Freude über das Aufgebot gross. «Es ist sehr aufregend, ins Nati-Camp einzurücken», so der 24-Jährige. «Ich habe sehr hart gearbeitet und viele Opfer gebracht, um dieses Ziel zu erreichen. Endlich zahlt sich der ganze Aufwand aus.» Tatsächlich hatte Moubandje in seiner noch jungen Karriere bereits mit Rückschlägen zu kämpfen.

Karriere bei Servette lanciert

Der gebürtige Kameruner, der im Alter von 8 Jahren mit seinen Eltern in die Schweiz kam, schaffte seinen Durchbruch 2010, als er bei Servette einen Profivertrag unterschrieb. Mit den Genfern stieg er 2011 in die Super League auf und absolvierte in den kommenden zwei Saisons 45 Partien in der höchsten Spielklasse (1 Tor). Mit den guten Leistungen bei Servette verdiente er sich 2011 zudem ein Aufgebot für die U21-Nati (3 Einsätze).

François Moubandje führt den Ball im Spiel von Toulouse gegen Evian.

Bildlegende: Durchgesetzt François Moubandje im Dress von Toulouse. EQ Images

Nach Verletzungspause...

Im Sommer 2013 wechselte Moubandje in die Ligue 1 zu Toulouse. In Frankreich geriet die Karriere des Verteidigers dann aber ins Stocken. Nur dreimal stand er für Toulouse im Einsatz, ehe er sich im Dezember eine hartnäckige Muskelzerrung im Oberschenkel zuzog. Die Verletzung bedeutete gleichzeitig bereits das Saisonende.

...zum Stammspieler

Moubandje liess sich von diesem Rückschlag aber nicht entmutigen. Seit er von seiner Verletzung genesen ist, zählt er in Toulouse zu den Stammspielern. In den letzten 7 Meisterschaftsspielen spielte er jeweils an der Seite von Dusan Veskovac (ex Luzern und YB) in der Startformation durch, einmal wurde er eingewechselt. «Das erste Jahr in Toulouse war extrem hart. Aber ich hatte immer eine gute Moral.»

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 03.10.14, 22:20 Uhr

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Fussball: EM-Qualifikation, Schweizer Aufgebot

3:32 min, aus sportaktuell vom 3.10.2014