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Nationalmannschaft Nati-Showdowns: 4 Hoch-Zeiten und ein Barrage-Fall

Am Dienstag kommt es für die Nati gegen Portugal zum grossen Showdown in Lissabon. Mit Entscheidungsspielen haben die Schweizer mehrheitlich gute Erfahrungen gemacht. Wir blicken zurück.

Legende: Video Die Nati und die Geschichte ihrer Entscheidungsspiele abspielen. Laufzeit 3:06 Minuten.
Vom 09.10.2017.

Sechs «Finalspiele» bestritt die Schweiz seit 1990. Viermal qualifizierte sie sich in der Folge für die entsprechende Endrunde. Einmal verpasste sie das Turnier, einmal musste sie in die Barrage. Hier die Übersicht:

  • 1991: Rumänien - Schweiz 1:0, EM-Endrunde in Schweden verpasst

Mit einem Sieg wäre die Schweiz in den hohen Norden gefahren. So aber mussten die Eidgenossen Schottland um einen mickrigen Punkt den Vortritt lassen. Dorin Mateut schoss das einzige Tor der Rumänen in der 71. Minute.

Trainer Roy Hodgson (Mitte) lässt sich feiern
Legende: Das Warten hat ein Ende Roy Hodgson (Mitte) führte die Schweiz nach 28 Jahren endlich wieder an eine Endrunde. Keystone
  • 1993: Schweiz - Estland 4:0, erfolgreiche Qualifikation für die WM in den USA

Ein Sieg mit 3 Toren Unterschied war gefordert, um sich mindestens Platz 2 in der Gruppe und das Ticket nach Amerika zu sichern. Diese Vorgabe erfüllten die Schweizer schon zur Pause. So hatte die 28 Jahre andauernde Durststrecke ein Ende: Die Schweiz mit Trainer Roy Hodgson fuhr erstmals wieder an eine Endrunde.

  • 1995: Schweiz - Ungarn 3:0, erfolgreiche Qualifikation für die EM in England

Es hätte wohl auch Platz 2 zur Teilnahme an der Endrunde gereicht, doch weil Schweden (2:2 gegen die Türkei) der Schweiz Schützenhilfe leistete, qualifizierte sich die SFV-Auswahl als Gruppensieger für das Turnier in England.

Hakan Yakin bejubelt seinen Treffer
Legende: Der «Fuss der Nation» trifft Der angeschlagene Hakan Yakin bringt die Schweiz gegen Irland früh in Führung. Keystone
  • 2003: Schweiz - Irland 2:0, erfolgreiche Qualifikation für die EM in Portugal

3 Endrunden hatte die Schweiz in Folge verpasst, ehe sich wieder eine Gelegenheit bot. Und das Team von Köbi Kuhn ergriff sie: Ein Sieg im abschliessenden Gruppenspiel reichte, um Russland um einen Punkt auf Distanz zu halten. Hakan Yakin, um dessen Einsatz bis zuletzt gezittert worden war, eröffnete das Skore schon nach 6 Minuten. Alex Frei doppelte nach einer Stunde nach, die Schweiz fuhr nach Portugal.

  • 2005: Irland - Schweiz 0:0, Qualifikation für die WM in Deutschland über die Barrage

Einen Sieg und etwas Schützenhilfe hätte die Schweiz für die direkte Qualifikation gebraucht. Doch im Nachhinein war auch dieser eine Punkt Gold wert, reichte er doch für Platz 2 (punktgleich mit Israel und 1 Zähler vor Irland). Der Rest ist Geschichte, via Barrage gegen die Türkei reichte es doch noch für ein WM-Ticket.

  • 2009: Schweiz - Israel 0:0, erfolgreiche Qualifikation für die WM in Südafrika

Erst die Blamage beim 1:2 gegen Luxemburg, dann die Kurskorrektur mit 2 Siegen gegen Griechenland: Das Team von Ottmar Hitzfeld erlebte die ganze Bandbreite der Gefühle in dieser Kampagne. Am Ende reichte eine biedere Nullnummer gegen Israel, um sich mit einem Punkt Vorsprung vor den Griechen den Gruppensieg zu sichern.

Die Schweiz hat also grundsätzlich gute Erfahrungen mit Showdowns gemacht. Nur bitter, dass es jeweils nur dann zur direkten Endrunden-Teilnahme gereicht hat, wenn die Schweiz das Entscheidungsspiel zuhause bestreiten konnte.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 07.10.2017, 20:10 Uhr.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Fabio Del Bianco (fäbufuessball)
    Natürlich wäre es ein wenig bitter, "müsste" (andere wären froh, wär`s so) die Schweiz in die WM-Quali-Play-Offs. Andererseits, will man in Russland mal über die Achtelfinals hinauskommen, wäre es für das Selbstvertrauen wichtig POR in die Schranken zu weisen (sprich ein Remis oder ein Sieg auswärts gegen den aktuellen Europameister mit CR7). Gerade was mich betrifft, so glaube ich "Nörgler" immer noch, dass die Schweiz in einer einfacheren Gruppe zu relativ einfachen Siegen gekommen ist!
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    1. Antwort von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
      In der Deutschland-Gruppe wäre jedes Team zu 10 Siegen gekommen, dass in den Top 10 ist. Deutschland ist mit nem Spaziergang an die WM gekommen!
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    2. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Da gab es noch viel einfachere Gruppen. Man muss auch mal sagen das die Schweizer Nati einfach eine starke Truppe ist, Den die vielen Erfolge kommen nicht von Irgendwo her. Diese Mannschaft davon bin ich überzeugt, kann jede Mannschaft der Welt heute das Wasser reichen, auch den Spaniern und den Deutschen. Man sollte das jetzt sehen und nicht wer einmal Spitze wahr. Italien zum Beispiel ist Meilenweit von den Glorreichen Zeiten entfernt, gilt auch für Holland!
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Wenn sie nicht nach Russland können, muss ich diese WM in einem dikatorischen Landn nicht besondes boykottieren.
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    1. Antwort von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
      Gucken Sie die WM etwa NUR wegen der Schweiz? Dann ist das die höchste Stufe von Patriotismus!
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Was das ganz verrückte ist an der Situation, das man Scheitern könnte mit nur einer Niederlage in 12 Spielen. Damit hätten wie schon den 3. Negativrekord in der Geschichte des Fussball inne, auf den wir gerne verzichten würden. Dieser nati sollte es bewusst sein das diese und vielleicht noch die EM 2020 die letzte Gelegenheit ist etwas grosses zu erreichen. Aus der Jugend kommt im Moment wenig und bei den Juniorenteams sieht es auch in den letzten Jahren sehr düster aus.
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    1. Antwort von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
      Nico Elvedi? Denis Zakaria? Gregor Kobel/Philipp Kohn? Breel Embolo/Dimitri Oberlin? Nur so wegen Ihrer Aussage ‚aus dem Nachwuchs kommt nichts’ Aber natürlich, wir werden nicht auf immer und ewig eine gute Mannschaft haben. Man sehe Spanien,Italien, Griechenland zB. (vom Erfolg her) Oder aber das ‚kommende’ Island als Gegenbeispiel.
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    2. Antwort von Alex Bauert (A. Bauert)
      Herr RöthemMUND: Haben Sie vielleicht grad den Mund etwas zu voll genommen? Woher kennen Sie denn den ganzen schweizer Fussballnachwuchs? Und das sogar von Bormuijo bei Sevilla aus?
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    3. Antwort von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
      @Alex Bauert: Ich befinde mich grad in Dubai und weiss sogar auswendig,wer morgen gewinnen wird:-)
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    4. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Herr Bauert, sehen sie sich die Resultate von den Junioren Mannschaft an, dann haben sie die Antwort! Herr Gutknecht, jetzt haben wir eine Goldenen Jahrgang. Diese Spieler die sie aufgezählt haben geben noch keine Mannschaft. Ud nicht jeder wird es schaffen. Die meisten unser heuteigen Nati, waren mal Junioren WM oder EM oder können mindestens einen Halbfinal vorweisen. In den letzten sechs Jahren hatten wir keine Juniorenmannschaft mehr der Jungs an einem Grossanlass!
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