Nati vor dem Start in eine neue Ära

Mit dem Start in die EM-Quali am Montag gegen England beginnt für die Schweizer Nati eine neue Ära. Der neue Trainer Vladimir Petkovic hat in seinen ersten Tagen für frischen Wind gesorgt und lässt gegen den prominenten Gegner in einem neuen System spielen.

Vladimir Petkovic im Kreis seiner Spieler.

Bildlegende: Einheit Vladimir Petkovic im Kreis seiner Spieler. Keystone

Gut zwei Monate nach dem unglücklichen Ausscheiden der Schweiz im WM-Achtelfinal gegen Argentinien beginnt für die Nati eine neue Zeitrechnung. Mit der Partie gegen England startet die Schweiz nicht nur in die Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich, sie macht unter dem neuen Trainer Vladimir Petkovic gleichzeitig einen grossen Schritt in ihre Zukunft.

Anspannung spürt der 51-Jährige vor der ersten Aufgabe keine. Vielmehr verweist er darauf, «dass im Training eine sehr gute Atmosphäre geschaffen werden konnte und wirklich hart trainiert wurde».

Petkovic hat in der Vorbereitungswoche mit dem Team viel in taktischer Hinsicht geübt und grossen Wert auf Gespräche mit seinen Akteuren gelegt. Aus dem 4-2-3-1-System seines Vorgängers Ottmar Hitzfeld macht Petkovic eine 4-3-3-Aufstellung, ohne aber die Hierarchie der Mannschaft grundlegend zu ändern.

Wenig Änderungen trotz Systemwechsel

Von der Schweizer Startaufstellung gegen Argentinien dürften nämlich gegen England nur Torhüter Diego Benaglio und Verteidiger Fabian Schär nicht mehr auf dem Platz stehen. Benaglio hat seinen Platz freiwillig geräumt, Petkovic hat Yann Sommer zu dessen Nachfolger bestimmt. Er begründet: «Yann hat alle Qualitäten, um Stammtorhüter zu sein und auf internationaler Stufe bestehen zu können.» Schär muss wohl dem wieder genesenen Steve von Bergen den Vortritt lassen. Die übrigen Positionen werden von den bekannten Spielern besetzt.

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Petkovic im Interview

2:42 min, vom 7.9.2014

Im Dreier-Mittelfeld bildet Captain Gökhan Inler die Schaltzentrale, auf den Aussenpositionen laufen Valon Behrami und Granit Xhaka auf. Die Sturmreihe bilden Haris Seferovic im Zentrum sowie Xherdan Shaqiri und Admir Mehmedi auf den Aussenpositionen. Die Automatismen dieser Mannschaft müssten trotz Systemumstellung also stimmen.

Direkte Qualifikation ein Muss

Gegen England geht es für die Schweiz um einen guten Start in eine Kampagne, in der das Erreichen der Endrunde nicht nur Ziel, sondern Pflicht ist. Platz 2 reicht bereits zur EM-Teilnahme, Rang 3 lässt die Hintertüre über die Barrage offen. Für eine Mannschaft mit dem Talent und dem Anspruch der Schweiz indes muss der Weg direkt nach Frankreich führen.

Das wissen die Verbands-Bosse, das weiss auch Petkovic. Für den charismatischen Tessiner mit bosnischen Wurzeln ist das Spiel gegen England daher nicht nur der Start in die neue Nati-Zeitrechnung, sondern bereits auch die erste Partie mit einem nicht zu unterschätzenden Druck. Er nimmt die Herausforderung aber gerne an und hofft auf einen Sieg gegen die «Three Lions». «Wir müssen kompakt auftreten und in der Offensive sowie Defensive diszipliniert agieren», fordert Petkovic. «Daneben braucht es ganz viel Lust und Wille.»

Schweizer Aufstellung:
Sommer; Lichtsteiner, Von Bergen, Djourou, Rodriguez; Behrami, Inler, Xhaka; Shaqiri, Seferovic, Mehmedi.

Sendebezug: sportaktuell, SRF zwei, 06.09.14, 23:00 Uhr

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News aus dem Nati-Camp

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Fussball: EM-Quali, Vorschau und Rückblick Schweiz - England

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