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Nationalmannschaft Ohne den Captain das Vertrauen wiederfinden

Die Schweizer Nationalmannschaft peilt am Dienstagabend im dritten Spiel der EM-Qualifikation gegen Aussenseiter San Marino den ersten Sieg an. Neben Innenverteidiger Philippe Senderos muss Trainer Vladimir Petkovic auch auf Captain Gökhan Inler verzichten.

Nationaltrainer Vladimir Petkovic an einer Medienkonferenz.
Legende: Gibt Auskunft Nationaltrainer Vladimir Petkovic an der Medienkonferenz vor dem Spiel gegen San Marino. Keystone

Gegen das Schlusslicht der FIFA-Weltrangliste wäre alles andere als ein klarer Schweizer Sieg eine faustdicke Überraschung. Die ersten Zähler in dieser EM-Qualifikation braucht die Mannschaft von Vladimir Petkovic nach den Niederlagen gegen England und Slowenien auch dringend. Stephan Lichtsteiner sagt deshalb: «Es wird ein sehr wichtiger Match.» Petkovic mahnt zur Vorsicht: «Um zu gewinnen, dürfen wird San Marino in keinem Moment unterschätzen.»

Captain Inler nicht dabei

Doch mehr als der Gegner aus der Enklave Italiens beschäftigt den Nationaltrainer die Aufstellung seiner Equipe. Denn in Maribor verletzten sich am Donnerstag gleich zwei seiner Stammspieler. Innenverteidiger Philippe Senderos musste wegen Muskelbeschwerden vorzeitig abreisen. An der Seite von Johan Djourou dürfte Steve von Bergen auflaufen.

Neben Senderos leidet auch Captain Gökhan Inler unter muskulären Beschwerden. «Ich gehe davon aus, dass er nicht spielen wird», sagte der Coach an der Medienkonferenz. Wenige Stunden später folgte vom Verband die Bestätigung, dass der Napoli-Söldner ausfällt. Seine Position nimmt Valon Behrami ein. Zudem könnte Pajtim Kasami in die Startformation nachrücken.

«Eine Frage der Einstellung»

Gegen den Kleinstaat mit nur rund 1600 lizenzierten Fussballern hängt alles von der Schweiz ab, wie es Lichtsteiner ausdrückt. «Je früher wir ein oder zwei Tore schiessen, desto sicherer wird die Mannschaft.» Petkovic sieht dies ähnlich. «Es ist mehr eine Frage der Einstellung als eine der Technik.» Gegen San Marino gehe es für seine Equipe darum, «das Vertrauen wiederzufinden». Ansonsten droht die Qualifikation für die EURO 2016 bereits vorzeitig ausser Sichtweite zu geraten.

Die möglichen Aufstellungen:

San Marino: A. Simoncini; Palazzi, Vitaioli, Della Valle, Brolli, Battistini; Hirsch, Tosi, Chiaruzzi, M. Vitaioli; Selva.

Schweiz: Sommer; Lichtsteiner, Djourou, Von Bergen, Rodriguez; Kasami, Behrami, Xhaka; Shaqiri; Seferovic, Drmic.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 13.10.2014, 18:45 Uhr

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie die Partie zwischen San Marino und der Schweiz am Dienstag ab 20:00 Uhr live auf SRF zwei, im Radio auf SRF 3 oder hier auf srf.ch/sport.

24 Kommentare

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  • Kommentar von Serge Gay, Thun
    Schon im ersten Gruppenspiel waren die selben Mängel erkennbar: Schwächen im Torabschluss sowie das weitaus schwerer wiegende Problem: die wacklige Defensive. Warum nicht einmal mit Fabian Lustenberger in der Abwehr, in Deutschland ist er zu einem guten Abwehrspieler geworden, der auch regelmässig eingesetzt wird, also bitte was soll das ?
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  • Kommentar von Valentin Vieli, Wald
    Vielleicht werden wir ja bald den Naticoach auswechseln. Petkovic war schon zu Beginn nicht erste Wahl (Absage Favre, Koller). Sein Verhalten auch gegenüber der Presse ist wenig professionell. Die Dünnhäutigkeit desTrainers wirkt sich auch negativ auf die Spieler aus. Natürlich sind vor allem Djourou aber auch Senderos international überfordert (Schnelligkeit, Technik, Lesen des Spiels). Von Bergen hatte auch schon gute Momente, aber nur in Topform. Fazit: Lustenberger und Schär in die Startelf
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  • Kommentar von Marc Tanner, Dietikon
    Ich weiss nicht, warum alle nur von Steve von Bergen reden. Klar, der gehört ausgewechselt, wenn er sich immer so überlaufen lässt. Aber für mich spielt Johan Djourou genauso schlecht. Er ist auch permanent zu langsam. Ausserdem foult er in praktisch jedem Spiel einen Gegenspieler penaltyverdächtig. Gegen Slowenien hats jetzt halt mal einen gegeben. Aber wie viele Male habe ich an der WM gezittert, als Djourou einen im Strafraum umgesäbelt hatte. Finde ich untragbar...
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    1. Antwort von Fabio Del Bianco, Spiez
      Das grundsätzliche PROBLEM ist schlichtweg die Innenverteidigung der Schweizer-Nati. Ob Djourou, Senderos und/oder Steve von Bergen, alle drei sind Sicherheitsrisiken. Vielleicht hab ich was verpasst (sorry in dem Fall), Fabian Schär wäre (mehr als) eine Option?!
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    2. Antwort von Jonas Meier, Zürich
      @ Fabio, ich stimme ihnen zu, die Innenverteidigung ist ganz klar eine der schwächen dieser Nati. Für mich wären die beiden Fabian(Schär+Lustenberger) einen Versuch wert... Allerdings ist dies auch mit Risiko verbunden, da sie noch nie zusammen gespielt haben... Aber von Bergen ist zu alt/langsam, Djourou zu tollpatschig(sympatisch;)) und Senderos nonstop von Verletzungen geplagt.
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