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Nationalmannschaft Schweiz müht sich in Andorra zum Pflichtsieg

Die Schweiz bleibt auch im 3. Spiel der WM-Qualifikation makellos. Doch das Team von Vladimir Petkovic tat sich beim 2:1-Sieg bei Fussballzwerg Andorra äusserst schwer.

  • Trotz über 70 Prozent Ballbesitz tut sich die Schweiz schwer in Andorra. Fabian Schär (19., Penalty) und Admir Mehmedi (77.) erzielen die Treffer für die Eidgenossen.
  • Andorras Joker Alexandre Martinez sorgt mit einem herrlichen Treffer in der Nachspielzeit für eine turbulente Schlussphase.
  • Mit Ildefons Lima läutet ausgerechnet der einzige Andorraner mit Super-League-Vergangenheit die Niederlage des Heimteams ein.

Dass die Partie auf dem Kunstrasen in Andorra kein Spaziergang werden würde, darauf hatten sich die Schweizer eingestellt. Doch dass es so mühsam werden würde, hatten sich wohl die wenigsten gedacht. Und wer glaubte, dass die Partie nach Admir Mehmedis Kopfballtreffer zum 2:0 nach Massflanke von Xherdan Shaqiri definitiv entschieden sei, wurde in der Nachspielzeit eines besseren belehrt.

Legende: Video Andorras Martinez erzielt Traumtor gegen die Schweiz abspielen. Laufzeit 0:42 Minuten.
Aus sportlive vom 10.10.2016.

Denn erst verkürzte der eingewechselte Alexandre Martinez mit einem Sonntagsschuss in den Winkel zum 1:2. Und kurze Zeit später musste Torhüter Roman Bürki, der Yann Sommer vertreten durfte, tatsächlich noch den 2. Torschuss der Andorraner abwehren. Ildefons Lima hatte von der Strafraumgrenze abgezogen.

Lima foult – Schär trifft

Zuvor hatte es ausgerechnet die Mithilfe von Lima bedurft, um das Abwehrbollwerk der Andorraner ein erstes Mal zu knacken. Der Captain der Andorraner hatte zwischen 2009 und 2011 für Bellinzona in der Super League unter Vertrag gestanden.

Lima kam gegen Mehmedi zu spät, den streng gepfiffenen Elfmeter verwandelte Fabian Schär in der 19. Minute souverän zum 1:0.

Kein Spielfluss, kein Spielwitz

Doch nicht einmal dieser frühe Führungstreffer vermochte die Partie in die aus Schweizer Sicht gewünschten Bahnen, sprich in Richtung eines ungefährdeten Kantersieges, zu lenken. Die Andorraner machten dem Petkovic-Team das Leben mit ihrer körperbetonten Spielweise weiter schwer und sorgten mit zahlreichen Fouls dafür, dass kein Spielfluss entstand.

Zudem verteidigte das Heimteam defensiv kompakt, während die Schweiz jeglichen Spielwitz vermissen liess und sich kaum einmal vor das Tor des Gegners kombinieren konnte. Daran änderte auch die Rückkehr von Granit Xhaka, der gegen Ungarn gesperrt gewesen war, als Taktgeber im Mittelfeld nichts.

Neuen Startrekord aufgestellt

Am Ende zählt jedoch nur der Sieg. Und mit 3 Erfolgen ist die Schweiz so gut wie noch nie in eine WM-Qualifikation gestartet. Am 13. November kann die Schweiz den Startrekord im Heimspiel gegen die Färöer Inseln in Luzern weiter ausbauen.

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 10.10.2016, 20:00 Uhr.

17 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Wanner (Chregu)
    Wir haben Portugal 2:0 geschlagen, sind nach 3 Spielen ungeschlagen und stehen auf dem ersten Platz! Ihr nörgelt immer noch?!:-D das ist lächerlich;) freut euch doch mal! Sogar bei Spitzenteama gibt es hie und da nur ein geringer Sieg oder sogar eine Niederlage gegen kleine Nationen, das ist nun Fussball! Wie haben gewonnen und das reicht gehen diesen Fussballzwerg also bitte hört auf zu nörgeln solange wir die Gruppe noch angühren;))
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  • Kommentar von D.E.K. Steiner (D.E.K. Steiner)
    Bitte Aufwachen aus dem Tiefschlaf. Wenn die Sz damit weitermacht, NUR auf’s Resultat ("hurra, hurra!") und nicht auf die Qualität ihres Spieles zu achten, werden sie an der nächsten WM übel runtergebuttert. Ziel muss auch sein, eine gutes Spielsystem zu entwickeln. Und gestern haben die Schweizer gezeigt, dass sie spielerisch weitgehend unfähig sind, die Abwehr eines der SCHWÄCHSTEN Teams der Welt zu knacken. Schande. Während Portugal gegen einen deutlich stärkeren(!) Gegner 6 Tore schiesst.
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  • Kommentar von Thierry Gerber (klarer & nachvollziehbarer Kommentar)
    Ein Grund, der nicht erwähnt wurde, weshalb die Schweizer Nati nicht so konsequent gespielt hat, ist sicherlich die Verletzungsgefahr. Alle spielen in ihren Clubs eine Rolle, bekommen wohl auch dort ne Auflaufprämie. Manche müssen Woche für Woche um das Aufgebot kämpfen. Eine Verletzung wäre für z.B. Seferovic, Shaqiri, Embolo, Xhaka oder Mehmedi wirklich suboptimal. Was ich auch schad fand, ist, dass nicht erwähnt wurde, dass Martinez gestern 18 geworden ist. Was für ein Geburtstagsgeschenk!
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    1. Antwort von D.E.K. Steiner (D.E.K. Steiner)
      Für die Portugiesen gegen die Färöer bestand genau so "Verletzungsgefahr". Insbesondere Ronaldo könnte sich jederzeit darauf berufen und einfach eine ruhige Kugel schieben. Tat er aber nicht, sondern lieferte zusammen mit seinem Team ein tolles Spiel ab, und zwar auch noch dann, als sie bereits klar in Führung lagen. DAS ist Qualitätsfussball, und nicht das Rasengeschrabbsel, das die Schweizer gegen eine der schlechtesten Mannschaften der Welt ablieferten!
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