Schweiz unterliegt Rumänien

Die Schweiz hat im Testspiel gegen Rumänien nicht an die Leistung beim 5:3-Erfolg gegen Deutschland anknüpfen können. Das Team von Ottmar Hitzfeld tat sich in Luzern schwer und unterlag 0:1.

Das Tor erzielte Gheorghe Grozav in der 56. Minute per Kopf nach einem schnellen rumänischen Gegenstoss. Die beiden Teams waren sich insgesamt ebenbürtig, den Schweizern fehlte aber der letzte Zug zum Tor und in 1 bis 2 Fällen auch etwas das Abschlussglück.

Starkes Sommer-Debüt

Bei der Schweiz kamen Torhüter Yann Sommer, Verteidiger Michel Morganella und Mittelfeldpieler Adrian Winter (vor seinem Heimpublikum) zu ihrem Nati-Debüt. Zu überzeugen vermochte insbesondere Sommer. Der FCB-Keeper blieb fehlerlos und konnte sich wie schon in der Champions League auf internationalem Niveau vorteilhaft in Szene setzen.

Die Rumänen waren stark in die Partie gestartet. Schon nach 70 Sekunden kam Grozav nach einem Fehler Johan Djourous und ungenügender Abwehr Philippe Senderos‘ gefährlich zum Abschluss, verzog aber. Es sollte nicht die einzige Unsicherheit der Schweizer Innenverteidiger bleiben. In der 16. Minute hatte Senderos nach einem schnellen rumänischen Angriff erneut Mühe.

Barnettas Chancen

Zuvor war Tranquillo Barnetta zur ersten grossen Schweizer Chance gekommen. Der Leverkusener verstand sich wie schon im Deutschland-Spiel blendend mit Eren Derdiyok und zog nach einem Doppelpass mit seinem Klubkollegen aus rund 20 Metern ab. Der ansonsten wenig überzeugende rumänische Torhüter-Routinier Bogdan Lobont lenkte den Schuss über die Latte.

Barnetta war es auch, der kurz vor der Pause die beste Schweizer Möglichkeit in der 1. Hälfte hatte. Der Routinier nahm eine präzise Flanke von Stephan Lichtsteiner, dem defensiv und offensiv besten Schweizer Verteidiger, aus rund 14 Metern direkt ab und schoss nur knapp über das Tor.

Fehlerserie führt zum Gegentor

Ansonsten blieben die offensiven Schweizer Bemühungen zu oft Stückwerk. Während Captain Gökhan Inler zumindest Präsenz zeigte und etwa in der 80. Minute einen Freistoss aus gefährlicher Position herausholte (den Derdiyok in die Mauer schoss), konnten Admir Mehmedi und Valentin Stocker keine Impulse setzen.

Dem Gegentor in der 56. Minute ging ein ungenügendes Eingreifen Reto Zieglers voraus. Der Fenerbahce-Legionär erlaubte Gabriel Torje, in die Mitte zu flanken. Dort blieb Granit Xhaka stehen, so dass Grozav ungehindert zum Kopfball kam. Die Rücknahme Xhakas ins defensive Mittelfeld zahlte sich nicht aus. Der Basler scheint weiter vorne besser aufgehoben.

Djorous Grosschance

Trotz der mittelmässigen Leistung wäre den Schweizern beinahe noch der Ausgleich geglückt. In der 93. Minute kam Djourou nach einer starken Barnetta-Flanke frei zum Kopfball, Lobont klärte aber ein letztes Mal.

Nun geht die Schweizer Nati in die Sommerpause. Am 7. September beginnt mit der Partie in Slowenien die Qualifikation zur WM 2014. Zuvor könnte es im August noch zu einem Testspiel gegen Kroatien kommen.