Schweizer im Schuss - Die Nati-Spieler im Formcheck

Am Samstag trifft die Schweiz in der WM-Qualifikation auswärts auf Zypern. Nati-Coach Ottmar Hitzfeld hat 23 Spieler aus 6 Ligen aufgeboten. Wie sich die Nati-Cracks am vergangenen Wochenende mit ihren Klubs geschlagen haben, erfahren Sie hier im Formcheck.

Gökhan Inler und Valon Behrami sind wichtige Teamstützen bei Napoli.

Bildlegende: Jubel Gökhan Inler und Valon Behrami sind wichtige Teamstützen bei Napoli. Keystone

Yann Sommer: Der Goalie des FC Basel hat sich vorab in der Europa League mit einer tadellosen Leistung und einem parierten Penalty kurz vor Schluss für den Platz im Schweizer Tor empfohlen. Auch in der Super League blieb Sommer ohne Gegentor, hatte gegen Thun aber wenig Arbeit.

Marco Wölfli: Auch der YB-Keeper konnte seinen Kasten am Wochenende gegen Sion sauber halten. Überzeugte Wölfli in den vergangenen Wochen nicht immer restlos, zeigte er gegen Sion eine gute Partie.

Johan Djourou: Unterlag mit Hannover in Gladbach 0:1, konnte beim Gegentor keinen Einfluss nehmen. Djourou ist nach seinem Wechsel zu Hannover zum unbestrittenen Stammspieler avanciert, auch wenn er nicht immer zu überzeugen vermag.

Timm Klose spielt bislang eine hervorragende Saison bei Nürnberg.

Bildlegende: Stark Timm Klose spielt bislang eine hervorragende Saison bei Nürnberg. Keystone

Timm Klose: Souveräner 3:0-Sieg mit Nürnberg über Schalke. Klose spielt eine sehr starke Saison, hat erst eine Partie wegen einer Verletzung verpasst und sonst immer durchgespielt. Guter Formstand beim 24-Jährigen.

Stephan Lichtsteiner: Mit Juventus in der Champions League und der Serie A auf Kurs, beim 2:0-Sieg der «Alten Dame» in Bologna aber nur Ersatz. Lichtsteiner gehört dennoch zu den Stammkräften der Turiner, die aufgrund der hohen Spielkadenz oft rotieren.

Ricardo Rodriguez: Kämpft sich in Wolfsburg langsam ins Team zurück. Der Aussenverteidiger zeigte vor einer Woche gegen Freiburg eine extrem starke Leistung. An diesem Wochenende gegen Düsseldorf etwas weniger wirkungsvoll.

Philippe Senderos: Der Romand gehört nach überstandener Verletzung bei Fulham (wo er unlängst den Vertrag um ein Jahr verlängerte) seit Anfang Februar zum Stammpersonal und zeigte am Wochenende beim 1:0-Sieg bei Tottenham eine sehr starke Leistung.

Steve von Bergen: Bei Palermo unbestrittener Stammspieler. Das Team aus Sizilien hat aber wenig Erfolg und liegt punktgleich mit Pescara am Tabellenende. Am Wochenende gab es eine 0:2-Niederlage bei Milan, Superstar Mario Balotelli tanzte die Verteidigung um Von Bergen zweimal aus.

Reto Ziegler: War am Wochenende beim 2:1-Sieg seines Teams bei Antalyaspor nur Ersatz. Davor in der Europa League aber 90 Minuten im Einsatz.

Tranquillo Barnetta kommt bei Schalke nicht über die Reservisten-Rolle hinaus.

Bildlegende: Bankdrücker Tranquillo Barnetta kommt bei Schalke nicht über die Reservisten-Rolle hinaus. EQ Images

Tranquillo Barnetta: Schwere Saison bei Schalke, kaum Spielpraxis. In den drei letzten Bundesliga-Spielen der «Knappen» jeweils in der 90., in der 77. und in der 84. Minute eingewechselt und danach ohne Einfluss aufs Spiel.

Valon Behrami: Bei Napoli im zentralen Mittelfeld gesetzt, hat in 28 der 29 Meisterschaftsspiele der Neapolitaner gespielt. Sah bei einem Gegentreffer beim 3:2-Sieg am Sonntag gegen Atalanta Bergamo aber nicht sonderlich gut aus.

Blerim Dzemaili: Spielte am Wochenende beim 3:2-Sieg von Napoli anstelle von Gökhan Inler für einmal über 90 Minuten und erhielt gute Noten. Wird bei Napoli in praktisch jedem Spiel eingewechselt, oft für Inler, mit dem er sich um den Platz im Mittelfeld streitet.

Gelson Fernandes: Nach seinem Wechsel zu Sion im Winter zum Stammspieler avanciert, aber noch nicht zum Teamleader, den sich Präsident Christian Constantin wünscht. Beim langweiligen 0:0 bei YB am Sonntag wie seine gesamte Mannschaft defensiv stabil, aber offensiv ohne grosse Wirkung.

Gökhan Inler: Musste seinen Platz im Napoli-Mittelfeld am Wochenende für einmal Blerim Dzemaili überlassen. Grundsätzlich aber unbestritten und an der starken Saison der Neapolitaner wesentlich mitbeteiligt.

Pirmin Schwegler: Der Captain von Eintracht Frankfurt spielt eine starke Saison. Am Wochenende beim 1:2 gegen Stuttgart mit Licht und Schatten. Wunderbarer Assist beim Frankfurter Tor, aber Schwegler verschuldete auch den Penalty zum Ausgleich.

Valentin Stocker: Fehlte beim 1:0-Sieg Basels über Thun wegen einer Zahnverletzung – ein «Souvenir» aus der Europa League in Russland, wo ihm ein Gegenspieler den Ellenbogen ins Gesicht drückte. Sollte bis Freitag aber wieder fit sein.

Xherdan Shaqiri: Bei Bayern München nicht immer im Einsatz. Wenn er spielt, erhält er meist gute Noten. Auch an diesem Wochenende: Shaqiri durfte in Leverkusen über 90 Minuten ran, gab eine Torvorlage und war belebendes Element in Bayerns Offensive.

Granit Xhaka: Weiterhin harte Zeiten für Xhaka bei Mönchengladbach. Auch das 1:0 am Sonntag gegen Hannover musste der Schweizer von der Bank aus verfolgen. Erst drei Einsätze in der Rückrunde.

Eren Derdiyok: Ganz schwache Saison des Stürmers bei Hoffenheim. Erst ein einziges Saisontor, schlechte Kritiken und am Wochenende beim Heimspiel gegen Mainz nicht einmal mehr im Kader der abstiegsgefährdeten Kraichgauer.

Innocent Eneghara rechtfertigte sein Aufgebot mit starken Auftritten bei seinem neuen Verein siena.

Bildlegende: In Topform Innocent Emeghara rechtfertigte sein Aufgebot mit starken Auftritten bei seinem neuen Verein Siena. EQ Images

Innocent Emeghara: Selten hat sich ein Wechsel derart gelohnt: Vom Tribünenhocker in der Ligue 1 bei Lorient zum Stammspieler und Hoffnungsträger bei Siena in der Serie A. 5 Tore in 8 Spielen in Italien, am Wochenende beim 0:0 gegen Cagliari für einmal aber ohne Torerfolg.

Admir Mehmedi: Kommt bei Dynamo Kiew nur unregelmässig zum Einsatz, das hat sich auch nach der Winterpause nicht geändert.

Haris Seferovic: Wurde von Fiorentina an Novara in die Serie B ausgeliehen und trifft dort am Laufmeter: 5 Tore in 8 Spielen stehen auf dem Konto des 23-Jährigen. Am Wochenende beim 5:1-Sieg gegen Crotone gleich zweimal erfolgreich.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

SRF zwei überträgt das Quali-Spiel auf Zypern am Samstag ab 17.00 Uhr live. Sie können die Partie auch im Livestream mitverfolgen.