Sommer: «Vorfreude ist grösser als Druck»

Beim ersten Spiel als neue Nummer 1 der Nati trifft Yann Sommer mit England gleich auf einen Hochkaräter. Doch der Torhüter von Borussia Mönchengladbach lässt sich darob nicht aus der Ruhe bringen.

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Yann Sommer vor dem Spiel gegen England («sportpanorama»)

6:26 min, vom 7.9.2014

Erster Auftritt als neue Nummer 1 der Schweizer Landesauswahl, dies an seiner alten Wirkungsstätte im St. Jakob-Park in Basel, und mit England wartet das selbsternannte Mutterland des Fussballs als Gegner: Auf Yann Sommer kommt bei seiner Nati-Pflichtspiel-Premiere einiges zu.

Der Torhüter von Bundesligist Mönchengladbach lässt sich zumindest im Vorfeld nicht aus der Ruhe bringen. Der Rücktritt von Diego Benaglio sei auch für ihn überraschend gekommen, doch mittlerweile sei er in seiner neuen Rolle als Nummer 1 angekommen, sagt Sommer. «Zwar wird eine gewisse Nervosität vorhanden sein, doch die Vorfreude ist wesentlich grösser als der Druck. Ich bin sehr stolz».

Klub-Erfolge mit Basel gegen englische Teams

Eigentlich verbindet Sommer positive Erinnerungen an England. Im Europacup landete der 25-Jährige als Keeper des FC Basel in der jüngeren Vergangenheit gleich mehrere Überraschungscoups gegen Premier-League-Spitzenteams wie Manchester United, Chelsea oder Tottenham.

Das lasse sich aber nicht mit dem Duell auf Länderspiel-Ebene vergleichen, sagt Sommer. «Man lernt zwar den englischen Stil ein wenig kennen, doch es bestehen doch noch grosse Unterschiede zur Nationalmannschaft», so der 1,83 m grosse Goalie.

England im Umbruch

Sommer erwartet zweikampfstarke Engländer, die mit ihren schnellen Stürmern für grossen Wirbel in der Offensive sorgen dürften. Doch bei allem Respekt vor dem Gegner dürfe nicht vergessen werden, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen, zumal die Briten zuletzt nicht brillierten und nun mitten in einem Umbruch steckten.

Letztmals besiegte die Schweiz 1981 eine englische Nationalmannschaft. Die Gelegenheit für einen erneuten Coup scheint günstig. Am mangelnden Schweizer Selbstbewusstsein soll es nicht scheitern. So meint Sommer: «Es wartet zwar ein starker Gegner, doch wir wollen mit einem Sieg in die Qualifikation starten.»

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 07.09.2014, 18:15 Uhr; Radio SRF 3, Morgenbulletin, 08.09.2014, 07:30 Uhr.