Zum Inhalt springen

Nationalmannschaft Starke Schweiz schlägt Brasilien

Toller Erfolg für die Schweizer Nationalmannschaft. Im Testspiel gegen den fünffachen Weltmeister Brasilien siegte das Team von Ottmar Hitzfeld in Basel 1:0. Dani Alves sorgte mit einem Eigentor für den einzigen Treffer der Partie.

Legende: Video Highlights Schweiz-Brasilien («sportlive») abspielen. Laufzeit 6:52 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.08.2013.

Starke Schweizer Leistungen in Spielen gegen besser eingestufte Teams haben fast schon Tradition. Die Nati schlug in der jüngeren Vergangenheit Deutschland oder Spanien, so stark wie in diesem Test gegen WM-Gastgeber Brasilien sah man die Schweiz aber selten.

Engagierte erste Halbzeit

Angeführt von den hervorragend aufspielenden Flügeln Xherdan Shaqiri und Valentin Stocker kombinierte sich die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld schon in der ersten Halbzeit immer wieder vors gegnerische Tor. Die besten Chancen vergaben Blerim Dzemaili mit einem Schuss aus 15 Metern sowie Stocker aus halblinker Position nach 30 Minuten.

Auch Brasilien spielte sich in einer animierten und auf gutem Niveau geführten Partie immer wieder in aussichtsreiche Position. Die neuformierte Schweizer Defensive um Philippe Senderos und Timm Klose zeigte sich aber meist auf der Höhe. Und kam Brasilien doch zum Abschluss, rettete Keeper Diego Benaglio (17.) gegen Hulk, danach die Oberkante der Torumrandung (38.) gegen einen Kopfball von Paulinho.

Aussetzer von Dani Alves

Legende: Video Dani Alves' Eigentor abspielen. Laufzeit 0:50 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.08.2013.

War die erste Halbzeit aus Schweizer Sicht ausgezeichnet, sollte es zum Auftakt der zweiten Hälfte noch besser kommen. Der engagierte Stürmer Haris Seferovic flankte nach druckvollem Schweizer Start zur Mitte, wo Dani Alves den Ball völlig unbedrängt und zum Entsetzen seiner Kollegen mit dem Kopf ins eigene Tor spedierte.

Die Schweizer Führung war verdient, das Hitzfeld-Team spielte leidenschaftlicher als die phasenweise lustlos wirkenden Brasilianer. Nach dem 1:0 dominierte die Nati den prominenten Gegner gar und kam zu weiteren guten Chancen. Erst nach einer Stunde und zahlreichen Auswechslungen liess der Schweizer Spielfluss etwas nach.

Überzeugendes Kollektiv

Fabian Schär und Michael Lang kamen zu ihren Nati-Debüts. Beide fügten sich nahtlos ins überzeugende Kollektiv ein. Dzemaili bewies neben dem kämpferisch und defensiv überragenden Valon Behrami im defensiven Mittelfeld, dass er ein starker Ersatz für den im nächsten WM-Quali-Spiel gesperrten Captain Gökhan Inler ist, in der Innenverteidigung meldete Klose mit einer fehlerlosen Leistung seine Ambitionen auf einen Stammplatz an.

Offensiv bester Schweizer war Shaqiri. Der Bayern-Spieler war omnipräsent und an praktisch jedem Schweizer Angriff beteiligt, er spielte technisch brillant und mit blendender Übersicht. Shaqiri stach Brasiliens Superstar Neymar aus, der eine äusserst diskrete Leistung zeigte. Brasilien enttäuschte über weite Strecken, von den brillanten Leistungen am Confed Cup war in Basel nichts zu spüren.

Im Herbst gilt es ernst

Für die Schweiz gilt, aus dem tollen Sieg viel Selbstvertrauen zu schöpfen. Anfang September stehen in der WM-Qualifikation gegen Island und in Norwegen kapitale Partien auf dem Programm. Dann muss die Nati ihre tolle Form bestätigen. So schön der Sieg gegen den WM-Gastgeber auch ist - das Ticket nach Brasilien wird erst im Herbst ausgestellt.

33 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Juha Stump, z.Zt. in Aracajú (Brasilien)
    Kurz vor meiner Rueckkehr in die Schweiz halte ich es fuer gut, hier noch einen Kommentar von jemandem zu schreiben, der dieses Spiel HIER erlebt hat. Wie ich es schon vor zwei Wochen geschrieben habe, geniesst die Schweizer Nati hier einen sehr guten Ruf, schliesslich gilt der 15. Weltrang als etwas. Es wird durchaus mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen, dass die Schweiz gewonnen hat - so wird das Eigentor fast nie erwaehnt. Niederlage ist Niederlage, lieber jetzt als an der WM 2014.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von hug, wilen
    so stark spielte die schweiz selten. aber dann kam der schtrafraum, und es lief nicht mehr viel. schade das sie keine zukerpässe spielen können. oder auch die flanken segelm meterweise an dem stürmer vorbei. mehr als 90 flanken und kein tor spricht ja für sich. trozdem was es ein geiles spiel. weiter so auch gegen die vermeintlich kleinen nationen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von SG, SG
      wiso nach der flanke von Seferovic gabs ja ein tor für die schweiz und dan noch ein wunderschönes
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Meier, Zürich
    Schöner Sieg für die Statistik, wie derjenige gegen den kleinen Nachbarn vom Norden (5:3). Nur was nützt der, wenn gegen Timbuktu wieder nicht gewonnen wird? Leider spielt die Schweiz momentan nur in Freundschaftsspielen stark, und wenn es draufankommt, gibts wieder eine knorzerei. Trotzdem man hat Brasilien geschlagen. Gratulation.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Müller Remo, Thun
      Die Schweiz zeigt Mühe mit "kleineren" Gegnern. Können sie als Aussenseiter auflaufen sind sie immer stark. Die Schweiz spielt dann am besten, wenn der Gegner ebenfalls mitspielt und nicht hinten auf Konter wartet und mauert, wie es (auf dem Papier) unterlegene Mannschaften machen. Siehe Zypern.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Mario Gomez, Zürich
      Echt jetzt? Die Schweiz holte in der Quali 14 `von 18 Punkten. Platz 1 und auf dem besten Weg zur WM... Wann sind wir hier mal zufrieden.....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen