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Nationalmannschaft WM-Ticket trotz «Leiden und Misstönen»

Die Barrage gegen Nordirland war nicht berauschend, sondern ein Kraftakt. Darin sind sich die Schweizer Medien einig. Auch die Pfiffe gegen Haris Seferovic geben zu reden.

Das schreibt der Schweizer Blätterwald nach der Barrage.
Legende: Erleichterung, aber auch Kritik Das schreibt der Schweizer Blätterwald nach der Barrage. SRF

«Die Schweizer sind das bessere Team als Nordirland – und jenes mit mehr Glück»: So fasst die NZZ den Barrage- Auftritt der Schweizer Nati zusammen. Der fragwürdige Penalty im Hinspiel steht sinnbildlich dafür. Oder wie der TagesAnzeiger schreibt: «Ein Geschenk als Differenz».

Legende: Video Knapp vor der Linie: Rodriguez' Rettungstat abspielen. Laufzeit 0:28 Minuten.
Vom 12.11.2017.

Das Rückspiel im verregneten Basler St. Jakob-Park war kein Spiel für schwache Nerven. Statt Toren bleiben zwei andere Szenen in Erinnerung: Wie Ricardo Rodriguez in der Nachspielzeit auf der Linie rettete. Und wie Haris Seferovic vom Publikum ausgepfiffen wurde.

Scharfe Kritik am Publikum

Letzteres zeige nur eines, kommentiert der TagesAnzeiger: «Das Publikum hat nicht das Niveau der Mannschaft.» Und führt aus, dass das Team von Vladimir Petkovic ein gutes Beispiel dafür sei, wie sehr die Schweiz von der Einwanderung profitiere.

Neben den «Misstönen» zum Barrage-Ende, wie es die NZZ nennt, streichen die Schweizer Medien den Kraftakt gegen Nordirland heraus. «Schweiz rettet sich ins Ziel», befindet etwa die Luzerner Zeitung stellvertretend. Der Blick meint simpel: «Schlamm drüber».

In den grossen Zügen ist Petkovics Ära ohne Makel.
Autor: NZZ

Neben der kämpferischen Leistung wird die historische Dimension des Erreichten betont. Vier WM-Teilnahmen in Serie – das hat zuvor noch keine Schweizer Nationalmannschaft geschafft.

Trotz überstandener Barrage bleiben die Medien kritisch. So schreibt etwa die NZZ: «Es gibt weiterhin kein grosses Ausrufezeichen, wie es ein Euro-Viertelfinal oder ein Gruppensieg vor Portugal gewesen wäre – aber in den grossen Zügen ist Petkovics Ära ohne Makel.»

Ein Satz, der auch auf die Schweizer Kampagne zutrifft – und die in der Teilnahme an der WM 2018 in Russland gipfelt.

Legende: Video Zusammenfassung Schweiz-Nordirland abspielen. Laufzeit 1:52 Minuten.
Vom 12.11.2017.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.11.17, 17:20 Uhr

5 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Graf (Christian Graf)
    Die Schweiz ist an der WM dabei. Nur das interessiert, also Gratulation! Wie das bewerkstelligt wurde ist doch völlig egal. Wieoft haben es die Deutschen, die Italiener und andere grosse Fussballnationen nur knapp und mit einem Riesen Krampf geschafft weiter zu kommen. Im Nachhinein interessiert das niemanden mehr. Hopp Schwiiz!
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    1. Antwort von Silvio Kohler (lordprong)
      Sehr richtig. Die Unkenrufer dürfen sich gern in Holland und Österreich erkundigen. Denen wäre es völlig egal, hätten sie sich mit ach und krach an die wm gewurstelt. Und unsere südlichen nachbarn scheuen sicher nicht davor zurück, heute abend mit einem penaltygeschenk aus der misere zu kommen. Im gegensatz zu ihnen dürfen wir 2018 sicher dabeisein und eine starke, intakte nati anfeuern. Wage dich zu freuen, Eidgenosse!
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  • Kommentar von Fabio Del Bianco (fäbufuessball)
    Ich habe bei mir selber gemerkt, wie zwiespältig ich die WM-Qualifikation der Schweizer Nati erlebt habe. Bizarr meinerseits war, wie ich selbst ärgerlich war als der Schiri abgepfiffen hat. Die "Beziehung" Publikum/Zuschauer und die CH-Nati, wäre eine Diskussionsrunde wert, wo man dem Phänomen vielleicht auf den Grund gehen könnte. Es geht ja offenbar nicht nur mir so, sondern auch Andere haben dieses zwiespältige Gefühl. Die Pfiffe gegen Seferovic, waren falsch aber sie waren da.
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  • Kommentar von Heinz Hugentobler (hevrins)
    Ich mag nicht alle Kommentare des gestrige ersten Fazits lesen. Teils unverständliche, teils aufmunternde Worte. Ich habe, wie viele TV-Zuschauer, auch gezittert. Die Platz- Verhältnisse waren an der Grenze, zwar für beide Mannschaften gleich. Letztlich aber dürfen wir stolz sein auf die Nati. Sie hat gekämpft, Ziel erreicht! Grosses Lob an alle Beteiligten. Publikum: enttäuschend, wenn es läuft, olé, wenn es nicht läuft, Pfiffe. So nicht. Aufmunterungen wären besser gewesen. WM: hopp Schwiiz!
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