Basel nach Überzeit im Halbfinal

Titelverteidiger Basel hat im Schweizer Cup mit einem 2:1-Sieg in der Verlängerung den Halbfinal erreicht. Beide Tore erzielte ausgerechnet Alex Frei. Nächster FCB-Gegner wird Sion sein.

Alex Frei war der Mann des Spiels beim FC Basel. Nach langer Zeit auf der Ersatzbank inklusive Diskussionen um seine Person führte der Nati-Rekordtorschütze seinen FCB in Thun als Captain aufs Feld.

Frei dankte fürs Vertrauen - und wie: Der Stürmer erzielte beide Basler Tore und sorgte vor allem mit dem Siegtreffer in der 115. Minute fast im Alleingang für Basels Sieg. «Wir spielten gegen einen starken Gegner. Auch, weil wir nach der Führung den Faden verloren haben. Schliesslich setzten wir uns auch dank der Erfahrung durch», sagte Frei.

Alex Frei als Matchwinner

Zu seiner persönlichen Situation verlor der temporäre Captain keine grossen Worte. «Wenn ich spiele, stelle ich mich in den Dienst der Mannschaft. Und grundsätzlich geht der Klub vor», so Frei zu seiner persönlichen Situation.

Davor hatte Frei den FCB schon nach 13 Minuten in Führung gebracht. In einer hektischen Partie rettete Marco Schneuwly Thun 10 Minuten vor Schluss verdient in die Verlängerung. Dort mussten die Berner Oberländer nach Nelson Ferreiras zweiter gelber Karte mit einem Mann weniger auskommen - was Frei 5 Minuten vor Schluss ausnutzte.

Gattusos siegreiche Premiere

Im Halbfinal muss Basel zum Cup-Spezialisten Sion reisen. Bei den Wallisern feierte Gennaro Gattuso ein erfolgreiches Debüt als Spielertrainer. Im Romand-Duell in Lausanne siegte Sion mit 2:0. Der neu in die Mannschaft zurückgekehrte Vanczak sorgte nach einer halben Stunde für die Führung, Yannick N'Djeng in der Nachspielzeit per Penalty für die Entscheidung.

Sion zeigte eine starke und abgeklärte Leistung. Unter der Leitung des kalabrischen Antreibers verschafften sich die Walliser vorab in der ersten Hälfte spürbare Vorteile.